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Neue Anlaufstelle für Leser und Kunden

Endlich wieder da – Pyrmonter Nachrichten unter den Arkaden

BAD PYRMONT. Monatelang waren die Mitarbeiter der Pyrmonter Nachrichten hauptsächlich telefonisch zu erreichen. Nicht nur Corona verhinderte den direkten Kontakt, auch stand ein großer Umzug an. Nach über 30 Jahren am Rathaus liegt die neue Geschäftsstelle jetzt in bester Lage direkt am Kurpark. Aber: Gefeiert wird später.

veröffentlicht am 23.08.2021 um 15:00 Uhr
aktualisiert am 23.08.2021 um 20:50 Uhr

Birte Hansen

Autor

Reporterin zur Autorenseite

Rot-weiß fällt ins Auge – obwohl das nun wirklich nicht die traditionellen Farben der Pyrmonter Nachrichten sind. Die Farb-Kombi der Flatterbänder macht deutlich: Hier ist noch Baustelle und nicht alles fertig. Egal, denn seit Montag haben die Pyrmonter Nachrichten und deren Mitarbeiter endlich wieder eine Geschäftsstelle, in der sie Kunden und Leser empfangen. Monatelang war das nicht möglich, auch wegen Corona, aber auch, weil Zeitung samt Service-Center umgezogen sind: Weg vom Rathaus, hin an die Heiligenangerstraße unter die Arkaden, direkt am Kurpark. Gleich morgens wird deutlich: Wer die neuen Räume betritt, ist froh, wieder eine Anlaufstelle zu haben.

Ullrich Kiel (75) („Kiel wie Hamburg“) ist der erste Kunde, der die Tür beim Betreten klingeln lässt. Er muss etwas wegen einer gebuchten Reise nach Flandern klären und freut sich, dass er das direkt bei Andrea Heye machen kann. Ohne Geschäftsstelle habe er immer mal in Hameln anrufen müssen, was „etwas komplizierter war“, sagt der Pyrmonter, der seit über 50 Jahren treuer Leser ist. Auch Edda und Reiner Schönfeld kommen extra vorbei, um ihre Zeitung während ihrer Urlaubszeit zu spenden. „Wir hatten schon befürchtet, dass sie geschlossen bleibt“, sagt Edda Schönfeld über die vermisste Geschäftsstelle. Ihm gefällt einiges nicht an der Berichterstattung, macht Reiner Schönfeld deutlich – gerne hätte er mehr überregionale Wirtschaft und Hintergründiges. Dennoch: Das Paar liest die Zeitung schon seit vielen Jahren, das, was gefällt, überwiegt dann doch.

„Ich gehe hier sonst immer joggen“, erzählt Gisela Czepkowski, die auf ihren Runden mitbekommen hatte, was sich hinter den großen Fensterscheiben tat. Jetzt bot die Neueröffnung Anlass („total schön“), ebenfalls wegen des bevorstehenden Urlaubs mit ihrem Mann zur neuen Adresse zu kommen. „Wir lassen die Zeitungen hier sammeln“, damit sie nach der Rückkehr alle studiert werden können. Vor allem nach den Wahlen, die sie nur von Ferne mitverfolgen werden.

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Die Palmen fehlen natürlich nicht in der Silhouette, die Christian Niemeyer für den Sichtschutz an den großen Fenstern entworfen hat. Finden sich ebenfalls wieder: Das Dach des Museums und die Kuppel des Hyllligen Born.

32 Jahre lang war das Gebäude am Rathausplatz das Zuhause der Zeitung. „Ich kannte nie eine andere Geschäftsstelle“, sagt auch die Geschäftsstellenleiterin Nicole Lödige. Von den neuen Räumen ist sie allerdings begeistert. Zwar fehlen noch Glaswände samt Türen, die dafür sorgen sollen, dass Redakteure, Medienberater und Service-Mitarbeiter sich nicht gegenseitig bei der Arbeit stören, einige Kartons wollen noch ausgepackt werden, aber die Zufriedenheit ist schon mal mit eingezogen. „Neue Möbel, neue Telefonanlage, schnelles Internet“ – Nicole Lödige gefällt der neue Arbeitsplatz. Gefeiert werden soll im Oktober, wenn die Pyrmonter Nachrichten 70 Jahre alt werden, „und wenn die Geschäftsstelle dann auch wirklich fertig ist“. Der genaue Termin für die große Geburtstagsfeier wird noch festgelegt und bekanntgegeben.



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