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Jetzt auch offiziell: Stadt zieht Anträge auf Förderung mit EU-Mitteln um ein Jahr zurück

Emmerbrücke und Wirtschaftskonzept liegen auf Eis

BAD PYRMONT. Die Stadt Bad Pyrmont hat ihre beiden für dieses Jahr mithilfe von EU-Mitteln geplanten Projekte – die Sanierung der Emmerbrücke in Löwensen und die Neuausrichtung der Wirtschaftsförderung – für zwölf Monate auf Eis gelegt. Das wurde bei der Sitzung der „Leader-Region Östliches Weserbergland“ berichtet.

veröffentlicht am 07.03.2018 um 13:18 Uhr
aktualisiert am 07.03.2018 um 14:47 Uhr

Die Emmerbrücke in Löwensen muss saniert werden. In diesem Jahr wird daraus nichts. Foto: PN-Archiv/ti
Hans-Ulrich Kilian

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Hans-Ulrich Kilian Redaktionsleiter Bad Pyrmont zur Autorenseite
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Ursprünglich waren beide Vorhaben im Haushaltsplan 2018 berücksichtigt, dann aber auf Vorschlag der Stadtverwaltung wieder herausgenommen worden, obwohl es bereits im Vorfeld von der Lokalen Aktionsgruppe (LAG) der Leader-Region bereits grünes Licht gegeben hatte, die Förderanträge auf den Weg zu bringen. Die fast 160 Jahre alte Emmerbrücke bei Löwensen ist sanierungsbedürftig. Die Kosten dafür hat die Bauverwaltung auf rund 300000 Euro veranschlagt. Allerdings wird bezweifelt, ob diese Summe angesichts der Haushaltsprobleme der Stadt und dem Nutzen der Bücke lediglich für Fußgänger und Radfahrer verhältnismäßig ist. Der Eigenanteil der Stadt würde sich auf eine Summe zwischen 155 000 und 178 000 Euro. Dazu käme eine Förderung aus Leader-Mitteln über 100 000 Euro. „Das ist uns ein bisschen wenig“, machte Stefan Ölmann von der Stadtverwaltung am Mittwoch auf Nachfrage deutlich, gleichwohl wissend, dass damit das Höchstmaß an Fördermitteln ausgereizt ist. Darum werde es nun darum gehen, die Kosten möglichst zu reduzieren und die Beratung im Ortsrat Löwensen fortzusetzen. Darum habe man sich entschlossen, den Förderantrag vorerst zurück zunehmen.

Gleiches gilt für die Erarbeitung eines Standort- und Wirtschaftskonzeptes, das auf einem Antrag der Mehrheitsgruppe 17 beruht. Auf 65000 Euro belaufen sich die Gesamtkosten, die Stadt müsste 19500 Euro selber finanzieren. „Bei der Ausschreibung haben wir aber nur ein einziges Angebot erhalten“, erläuterte Ölmann. „Das Angebot fanden wir inhaltlich etwas dünn, zum anderen fehlt uns eine Vergleichsmöglichkeit“, so der Fachbereichsleiter. „Jetzt haben wir ein Jahr Zeit, uns Gedanken über einen neuen Ansatz zu machen.“

An der LAG-Sitzung nahm kein Vertreter der Stadt teil.



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