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Es fehlen Lehrer

Eltern müssen in Baarsen für Lehrer einspringen

BAARSEN. An der Grundschule in Baarsen fehlen Lehrer. Das hat Tobias Honka von der Stadtverwaltung berichtet. Zur Zeit besuchen 40 Schüler die Schule, für die es nur zwei Lehrer gibt. Zurzeit helfen Lehrer des Humboldt-Gymnasiums und der Herderdschule aus. Selbst Eltern mussten schon einspringen.

veröffentlicht am 02.12.2018 um 12:01 Uhr
aktualisiert am 02.12.2018 um 15:20 Uhr

Zur Zeit besuchen 40 Schüler die Grundschule in einer Kombi-Klasse des ersten und zweiten Schuljahres sowie jeweils einer Klasse des dritten und vierten Jahrgangs. Foto: ti
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Klaus Titze Reporter
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Nur wenige Tage ist es her, da beschäftigten sich Bewohner aus den Bergdörfern mit der Grundschule Baarsen. Allerdings ging es darum, im Rahmen des Dorferneuerungsporgramms den Schulstandort in Baarsen zukunftsfest zu machen und durch das Einbeziehen weiterer Aktivitäten und Angebote langfristig zu sichern.

Nicht zur Sprache kamen dabei die aktuellen Probleme an der Grundschule. Die landeten nun durch einen Bericht in Form einer Verwaltungsvorlage vor den Mitgliedern des Schulausschusses. Von Tobias Honka erfuhr der Ausschuss, im Beisein von Bürgermeister Klaus Blome und Kämmerer Eberhard Weber vorgetragen, von einer Misere, die sich als kritisch für die Grundschule Baarsen darstellt.

Zur Zeit besuchen 40 Schüler diese Schule in einer Kombi-Klasse des ersten und zweiten Schuljahres sowie jeweils einer Klasse des dritten und vierten Jahrgangs. Sie alle werden aktuell nur von zwei Lehrkräften unterrichtet, die allerdings für insgesamt 18 Unterrichtsstunden von zwei Lehrkräften des Humbolt-Gymnasiums und zweien von der Herderschule unterstützt werden. Dennoch könnten weitere 25 Unterrichtsstunden aufgrund dieser personellen Situation nicht erteilt werden. In der Woche vom 5. bis zum 9. November kam erschwerend die Erkrankung einer regulären Lehrkraft hinzu, sodass alle Schüler der Grundschule Baarsen allein von einer verbliebenen Lehrkraft unterrichtet wurden. Sogar Eltern hätten in dieser Woche die Betreuung der Kinder übernommen, hieß es.

Vonseiten der Elternvertretung sei große Besorgnis geäußert worden, dass die Kinder das vorgesehene Unterrichtspensum bei der akut schlechten Lehrerversorgung nicht schaffen, so Honka. Deren Bitte richte sich nun an die Stadt, sich als verantwortlicher Schulträger für eine Verbesserung der Situation bei der Landesschulbehörde einzusetzen. Wie der Vorlage zu entnehmen ist, hat die Stadt diesen Weg beschritten und die Landesschulbehörde dringend um Abhilfe gebeten.

Honkas Vortrag sorgte bei den Kommunalpolitikern für ein kommunikatives Grummeln, aus dem hervorging, dass man in dieser Angelegenheit auch beide Landtagsabgeordnete angesprochen und sie für das Problem sensibilisiert habe. Laut Heike Beckord (SPD) wird in dieser Woche mit einer Antwort von Ulrich Watermann (SPD) gerechnet. Baarsener Eltern machten gegenüber dieser Zeitung deutlich, dass eine derart schlechte Lehrerversorgung ja nicht nur ein Problem für die Schüler sei. Die Landesschulbehörde habe doch auch eine Fürsorgepflicht gegenüber ihrem Personal, das hier scheinbar durch Nichthandeln im Stich gelassen und regelrecht verschlissen werde, lautete die Kritik.



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