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Metalldetektor eines jungen Schatzsuchers schlägt am Ortsrand von Neersen an

Elfjähriger stößt auf Bombe in der Wiese

Neersen (jl). Als sein Metalldetektor am Mittwochnachmittag beim Gang über eine Wiese am Neersener Löschteich zu piepen begann, fing ein elf Jahre alter Junge gleich an zu buddeln. Doch das Ding, auf das er in etwa 15 Zentimetern Tiefe stieß, sah nicht aus wie ein Schatz. Deshalb sagte der Junge seinen Eltern Bescheid, und von Ortsvorsteher Willi Brankov erfuhr die Polizei von dem verdächtigen Fund. Die Be-amten fuhren nach Neersen, fotografierten ihn und mailten die Bilder ihren Kollegen vom Kampfmittelräumdienst.

veröffentlicht am 30.04.2011 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 04.11.2016 um 15:21 Uhr

Noch brandgefährlich: die über 60 Jahre alte Bombe.  Foto: Polizei
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Die Experten in Hannover tippten gleich auf eine alte Brandbombe. „Und sie informierten uns, dass für die Bevölkerung keine Gefahr bestand, die eine Evakuierung notwendig gemacht hätte“, sagt Polizeioberkommissar Klaus-Hermann Frede, der weiß: „Nach weit über 60 Jahren sind die Schwarzpulver-Zünder dieser Bomben im Boden nicht mehr intakt.“

Ungefährlich ist ein solcher Fund dennoch nicht: „Die phosphorhaltige Füllung kann jederzeit zu brennen beginnen, wenn sie mit Sauerstoff in Berührung kommt“, ergänzt Frede, der gestern mit den Kampfmittelbeseitigern vor Ort war. Die gruben das knapp 14 Kilo schwere, an einer Stelle aufgeplatzte Teil komplett aus und identifizierten es als britische „30 lbs“-Brandbombe aus dem Zweiten Weltkrieg. „Dann haben sie die Bombe in ein mit feuchtem Sand gefülltes Kunststofffass gepackt und zur Delaborierung mitgenommen“, sagt Frede. Die Eltern des jungen Finders können indes stolz auf ihren Sohn sein. Denn, so der Oberkommissar: „Er hat genau richtig gehandelt.“



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