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Elfjähriger entdeckt Brandbombe in der Wiese

Bad Pyrmont/Neersen (jl). Beim Spielen mit einem Metalldetektor auf einer Wiese am Rande des Bad Pyrmonter Bergortsteils Neersen ist ein elf Jahre alter Junge am vergangenen Mittwoch auf eine Brandbombe aus dem Zweiten Weltkieg gestoßen. Polizei-Experten des Kampfmittelräumdienstes aus Hannover haben die Bombe am Freitagvormittag ausgegraben und zur Delaborierung abtransportiert.

veröffentlicht am 29.04.2011 um 15:24 Uhr
aktualisiert am 04.11.2016 um 15:21 Uhr

Brandbombe
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Als sein Metalldetektor beim Gang über eine Wiese am Neersener Löschteich zu piepen begann, fing der elf Jahre alte Junge gleich an zu buddeln. Doch das Ding, auf das er in etwa 15 Zentimetern Tiefe stieß, sah nicht aus wie ein Schatz. Deshalb sagte der Junge seinen Eltern Bescheid, und Ortsvorsteher Willi Brankov informierte die Polizei über den verdächtigen Fund. Die Beamten fuhren nach Neersen, fotografierten die Bombe und mailten die Bilder ihren Kollegen vom Kampfmittelräumdienst.
 Die Experten in Hannover tippten gleich auf eine alte Brandbombe. „Und sie informierten uns, dass für die Bevölkerung keine Gefahr bestand, die eine Evakuierung notwendig gemacht hätte“, sagt Polizeioberkommissar Klaus-Hermann Frede. „Nach weit über 60 Jahren sind die Schwarzpulver-Zünder dieser Bomben im Boden nicht mehr intakt.“
 Ungefährlich ist ein solcher Fund dennoch nicht: „Die phosphorhaltige Füllung kann jederzeit zu brennen beginnen, wenn sie mit Sauerstoff in Berührung kommt“, ergänzt Frede, der am Freitag mit den Kampfmittelbeseitigern vor Ort war. Die gruben das knapp 14 Kilo schwere, an einer Stelle aufgeplatzte Objetzt komplett aus und identifizierten es als britische „30 lbs“-Brandbombe aus dem Zweiten Weltkrieg. „Dann haben sie die Bombe in ein mit feuchtem Sand gefülltes Kunststoff-Fass gepackt und zur Delaborierung mitgenommen“, sagt Frede.

 

 Die Eltern des jungen Finders können indes stolz auf ihren Sohn sein. Denn, so der Oberkommissar: „Er hat genau richtig gehandelt.“ Foto: Polizei

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