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Elektrisch über die Alpen

Frank Knafla und Frank Schröder starten bei der weltgrößten Rallye für Elektroautos

veröffentlicht am 26.06.2013 um 20:00 Uhr
aktualisiert am 03.11.2016 um 01:21 Uhr

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Autor:

Karl-Heinz Recklebe
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Bad Pyrmont / Blomberg. Wenn am Freitag 40 Teams aus zehn Nationen in Wien an den Start gehen, um bei der weltgrößten Rallye für Elektrofahrzeuge an zehn Tagen 1800 Kilometer über die Alpen bis nach Zürich zu fahren, dann sind mit Frank Knafla und Frank Schröder auch zwei Mitarbeiter von Phoenix Contact Electronics Bad Pyrmont dabei.

Die Idee, bei dieser Rallye mitzumachen, kam Knafla, Fachleiter für Energieeffizienz bei Phoenix Contact, schon im letzten Jahr. Seine Firma war ein Etappenziel der letztjährigen Rallye für Elektrofahrzeuge. Ein begeisternder Vortrag des Organisators der Rallye, Louis Palmer, gab den letzten Anstoß. In seinem Kollegen Frank Schröder, der bei Phoenix Contact für die Funktionsfähigkeit der technischen Betriebseinrichtungen und damit auch für die dortigen Ladestationen zuständig ist, hat er einen idealen Partner gefunden, mit dem er sich gut versteht.

Darauf wird es ankommen, um bei der Rallye über die Alpen ganz vorne mitzufahren. Denn es geht nicht um hohe Geschwindigkeiten, sondern um die optimale Nutzung der Technik und die Lösung von kniffligen Aufgaben und Fragen wie „Wer hat die beste Beschleunigung?“, „Wer hat das alltagstauglichste Auto?“ oder „Welches Team hat den besten Teamgeist?“

Das Auto von Frank Knafla und Frank Schröder ist ein Renault Fluence Z.E., ein reines Elektroauto, das vom Kreis Lippe gestellt wird. Die Tagesetappen werden 130 bis 260 Kilometer betragen. Dabei geht es auch über spektakuläre Pässe, wie die Großglockner Alpenhochstraße. Die Reichweite wird für den Renault mit 160 Kilometern angegeben. „Je nach Fahrweise und Streckenprofil können das aber auch deutlich weniger Kilometer sein, sodass unterwegs geladen werden muss“, erläutert Knafla.

Hier kommt das unternehmerische Interesse von Phoenix Contact an dieser Rallye ins Spiel. „Elektromobilität wird von uns als Zukunftstechnologie gesehen, in der wir bereits seit 2010 geschäftlich aktiv sind“, erklärt Geschäftsführer Roland Bent. „Wir bieten eine umfassende Lade-Infrastruktur für Elektrofahrzeuge an.“

Die beiden PhoenixMitarbeiter testen in diesen Tagen ihr Rallyefahrzeug im Weserbergland. Der Köterberg muss dabei als Alpenersatz herhalten. Nach einer ausgedehnten Testfahrt oben angekommen, zeigte das Display am Renault nur noch eine Reichweite von zwölf Kilometern an, was zu entsprechender Nervosität der Piloten führte. Da sich im Schubbetrieb und beim Bremsen die Batterie wieder auflädt, waren im Tal aber wieder 16 Kilometer drin, und das reichte so gerade für die Heimfahrt. „Man gewöhnt sich sehr schnell einen defensiven Fahrstil an, mit sanfter Beschleunigung und vorausschauender Fahrweise“, so Knafla.

Übrigens, die Anreise nach Wien zum Start der Rallye legen die beiden Fahrer und ihr Elektroauto im Autoreisezug zurück. Wie es für sie läuft, kann man im Internet verfolgen – unter www.twitter.com/frankundfrank sowie www.phoenixcontact.de.



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