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Bonifatiuswerk und Malteser kämpfen gegen Weihnachtsmann

Einsatz für den Nikolaus

Paderborn. Sie betreiben eine Art von Markenschutz. Allerdings nicht für Waren und Dienstleistungen, sondern für einen Heiligen. Seit elf Jahren kämpft das in Paderborn ansässige Bonifatiuswerk der deutschen Katholiken mit der Aktion „weihnachtsmannfreie Zone“ für den „echten“ heiligen Nikolaus, dessen Fest die katholische Kirche heute feiert. Mit der Aktion „Weihnachtsmannfreie Zone“ setzt sich das Bonifatiuswerk seit elf Jahren für die Traditionen des Nikolausfestes ein und macht so augenzwinkernd gegen den Weihnachtsmann mobil. Das Symbol für dieses Engagement ist ein Schokoladennikolaus mit Mitra und Bischofsstab. Kirchengemeinden und Schulen verkauften auf Adventsmärkten die Nikoläuse aus fair gehandelter Schokolade. Mehr als 70 000 Stück wurden in diesem Jahr schon verkauft. „Wir sind ausverkauft“, zog das Bonifatiuswerk gestern eine Erfolgsbilanz.

veröffentlicht am 06.12.2013 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 02.11.2016 um 04:41 Uhr

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„Nikolaus und Weihnachtsmann zu unterscheiden, fällt Kindern zunehmend schwerer, zu sehr ist der Weihnachtsmann mit Bommelmütze und rotem Bademantel präsent“, sagt die Sängerin Maite Kelly, die sich für die Aktion seit fünf Jahren engagiert und gerade in München eine „weihnachtsmannfreie Zone“ ausgerufen hat. „Der Nikolaus trägt eben Bischofsstab und Mitra und ist mit seinen Legenden ein unschätzbar wertvolles Glaubensvorbild für die Kleinsten“, begründet Kelly ihr Ziel, dem Weihnachtsmann die „Rote Karte“ zu zeigen. „Der Nikolaus symbolisiert die Nächstenliebe. Und vor allem ist er, anders als der Weihnachtsmann, keine Erfindung.“ Der Generalsekretär des Bonifatiuswerks, Georg Austen, zieht eine positive Bilanz der Aktion: Es sei gelungen, den heiligen Nikolaus als Freund der Kinder und Helfer von Menschen in Not wieder mehr ins Bewusstsein zu bringen.

In Paderborn wollte die Organisation gestern gemeinsam mit dem Café Ostermann einen zwei Meter hohen und einen Meter breiten Nikolaus-Spekulatius auf der kleinen Weihnachtsmarktbühne vor dem Paderborner Rathaus präsentieren. Vor Ort unterstützt wird das Spendenhilfswerk vom Bürgermeister der Stadt Paderborn, Heinz Paus, vom Präsidenten des Bonifatiuswerkes und vom Café Ostermann, das den Gebäck-Bischof gebacken hat. Dieser sollte gestern vom „echten Nikolaus“ gemeinsam mit dem Bürgermeister, Heinz Paus, mit Richard Ostermann und dem Generalsekretär des Bonifatiuswerkes, Monsignore Georg Austen, angeschnitten und verteilt werden, sofern es das Wetter noch zuließ. Die Turmbläser des Gymnasiums Theodorianum Paderborn unter der Leitung von Dr. Robert Liebrand sollten ebenso dabei sein. Und das Bonifatiuswerk ist mit einem Anliegen nicht allein: Auch der Malteser Hilfsdienst engagiert sich seit 16 Jahren unter dem Signet des beliebten Heiligen. Jeweils um den Nikolaustag besuchen ehrenamtliche Helfer alte und arme Menschen sowie Kinder und beschenken sie.



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