weather-image
28°
Multikulturelles Programm begeistert in Buchinger-Klinik

Einklang von Körper und Geist

BAD PYRMONT. Im voll besetzen großen Vortragssaal der Buchinger-Klinik trafen Sonntagabend zwei Kulturen aufeinander und ergänzten sich aufs Wunderbarste. Die international berühmte Pianistin Chow Ching Ling gastierte mit einem multikulturellen Programm, wie Bad Pyrmonts ebenfalls renommierte Mezzosopranistin Luisa Islam-Ali-Zade in ihrer dreisprachigen Moderation ankündigte.

veröffentlicht am 19.02.2018 um 19:24 Uhr
aktualisiert am 19.02.2018 um 20:10 Uhr

Betören im großen Vortragssaal der Buchinger-Klinik (v. l. n. r.) Chow Ching Ling, Natalia Reznikova und Luisa Islam-Ali-Zade. Foto: ar
Weiterlesen für 20 Cent oder mit Ihrem Digital-Abo
Sie haben bereits ein Digital-Abo der DEWEZET? Dann melden Sie sich hier mit Ihren DEWEZET -Login an und lesen Sie den Text, ohne Ihn bei LaterPay bezahlen zu müssen.

Der Einstieg mit „Adieu/Farewell“, den Chow Ching Ling mit zwei Schlägen auf eine Klagschale beendete, folgte der Titel „Zen“, harmonisch und weich, ein Einklang von Körper und Geist ganz im Sinne des Zen-Buddhismus.

Die in Paris lebende Pianistin engagiert sich vor allem für karitative Projekte, denn als ehemaliger Flüchtling aus dem früheren Rotchina erfuhr sie in Frankreich die weitere Ausbildung und Zuwendung, die sie in die Gesellschaft integrierte. „Das, was ich bekommen habe, versuche ich zurückzugeben“, übersetzte Luisa Islam-Ali-Zade, und so bildet sie neben ihrer Konzerttätigkeit Studenten aus, ist Jurymitglied bei Wettbewerben und wirkt bei der UNESCO in der Förderung von Kreativität und künstlerischer Ausbildung. Ihr Eintreten für Organisationen wie beispielsweise das französische Rote Kreuz oder Ärzte ohne Grenzen wurde viermal mit hohen Medaillen ausgezeichnet.

Und da legten zwei große Künstlerinnen am Sonntag all‘ ihre Emotionalität in das „Ave Maria“, das von Chow Ching Ling mit großer Intensität gespielt und von Luisa Islam-Ali-Zade mit ebensolcher inneren Einfühlsamkeit und Kraft gesungen wurde.

Blumen für die Künstler: (v. l. n. r.) Dr. John Zhou, Chow Ching Ling, Luisa Islam-Ali-Zade, Natalia Reznikova. Foto: ar
  • Blumen für die Künstler: (v. l. n. r.) Dr. John Zhou, Chow Ching Ling, Luisa Islam-Ali-Zade, Natalia Reznikova. Foto: ar

Ein überraschender Auftritt und ein Beispiel für eine ebenfalls gelungene multikulturelle Integration folgte mit Dr. John Zhou, der eigentlich Arzt im Team der Buchinger-Klinik ist. Doch an diesem Abend trug der Autor mehrerer Bücher und Musiker ein von ihm in Deutsch geschriebenes Gedicht vor, das Erinnerungen an seine Kindheit und Großeltern formulierte, wovon schließlich nur ein Traum übrig geblieben sei. Diesem berührenden Vortrag fügte Dr. John Zhou ein chinesisch gesungenes Lied an, begleitet von Chow Ching Ling, die immerhin gleichzeitig seine Tante ist.

Einen Migrationshintergrund bringt auch die aus der Ukraine stammende Violinistin Natalia Reznikova mit, die sensibel die Arie „Casta diva“ aus der Oper „Norma“ von Vincenzo Bellini begleitete sowie die „Habanera“ aus der Oper „Carmen“ von Georges Bizet. Beide Stücke gerieten zu absoluten Höhepunkten, denn die Stimme von Luisa Islam-Ali-Zade zeigte sich bestens disponiert, obwohl die Sängerin nach Konzertauftritten vor zwei Tagen in Mexiko noch unter dem Jetlag litt. ar

Copyright © Deister- und Weserzeitung 2018
Texte und Fotos von dewezet.de sind urheberrechtlich geschützt.
Weiterverwendung nur mit Genehmigung der Chefredaktion.

Mehr Artikel zum Thema
Weiterführende Artikel
    Anzeige

    Immobilien in Hameln: auf immo.dewezet.de finden Sie tagesaktuelle Angebote zur Miete und zum Kaufen

    Immobilien mieten

    Immobilien kaufen

    Anzeige
    Kommentare