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Vertreter von SPD, Grünen und Bürgersinn/FDP lehnen „Doppelbesetzung“ ab

Einen Monat zwei Museumsleiter?

Bad Pyrmont. Nur einen Tag nach der Vorstellung der künftigen Museumsleiterin Vanessa Charlotte Heitland ist die Stimmung getrübt. Vertreter der SPD, Grünen und von Bürgersinn/FDP sind verärgert darüber, dass der bisherige Leiter Dr. Dieter Alfter auf Wunsch der Stadtverwaltung seinen Honorarvertrag mit der Stadt bis zum 30. Juni verlängern soll (wir berichteten), obwohl seine Nachfolgerin bereits am 1. Juni ihre Aufgabe beginnt.

veröffentlicht am 03.04.2015 um 21:00 Uhr
aktualisiert am 29.10.2016 um 19:21 Uhr

Autor:

Hans-Ulrich Kilian
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„Es geht dabei nicht um Dr. Alfter, der macht eine gute Arbeit“, betonte die Vorsitzende der SPD-Fraktion, Heike Beckord, am Donnerstag übereinstimmend mit Leonie Glahn-Ejikeme (Grüne) und Wilfried Seibel (Bürgersinn/FDP). Eine Doppelbesetzung der Stelle für einen Monat lehne sie aber persönlich ab. Eine solche Regelung würde die vereinbarte Probezeit von Frau Heitland beeinträchtigen. „Einen Monat hätte sie keine Gelegenheit, sich alleine zu bewähren“, so die SPD-Politikerin.

Beckord, Glahn-Ejikeme und Seibel kritsieren vor allem, dass die Stadt sich öffentlich gegenüber den Pyrmonter Nachrichten an der Politik vorbei zu dieser Angelegenheit geäußert habe. „Wir bedauern, dass die sachgerechte Erörterung im Verwaltungsausschuss im April durch die Presseerklärung der Stadtverwaltung präjudiziert werden soll und die erfreuliche Einstimmigkeit im Ablauf dieser Personalie mit allen Fraktionen in der Schlussgerade diese Irritation erfährt“, heißt es in einer gemeinsamen Erklärung. Auch der frühere Kurdirektor Blome, die frühere Bürgermeisterin Roeder und der frühere Stadtwerkechef Boldt hätten nicht vier Wochen im gleichen Büro mit ihren jeweiligen Nachfolgern verbracht. Die Beschlussfassung über diese Frage sei in die nächste Sitzung des Verwaltungsausschusses vertagt und die Verwaltung gebeten worden, insbesondere einen Sachstandsbericht mit nachprüfbaren Fakten vorzulegen, wann denn mit einem Abschluss der Umbaumaßnahmen für die Dauerausstellung im Museum zu rechnen sei.

„Für mich sind die Diskussion und die Entscheidung im Verwaltungsausschuss völlig offen und nicht präjudiziert“, widerspricht Bürgermeister Klaus Blome (parteilos) gegenüber dieser Zeitung. „Wenn der Verwaltungsausschuss eine Verlängerung des Honorarvertrages nicht oder nicht in der Länge mittragen möchte, ist dies von Dr. Alfter und der Verwaltung zu akzeptieren und wird akzeptiert.“ Für eine Verlängerung, so der Bürgermeister, könnte sprechen, dass Dr. Alfter die Neugestaltung der Dauerausstellung zu Ende bringen und dabei auch Unterstützung oder Hilfestellung für Frau Heitland leisten könnte, sofern diese das in Anspruch nehmen würde. Gegen eine Verlängerung mögen die Kosten sprechen, sicher sei aber dass Dr. Alfter und Frau Heitland nicht gemeinsam in einem Büro sitzen können. „Dies ist unstrittig“, so Blome. „Frau Heitland ist die Leiterin des Museums ab dem 1. Juni. Das ist Fakt. Und dies wird auch von Dr. Alfter unzweifelhaft akzeptiert.“

Ursula Körtner, Fraktionsvorsitzende der CDU teilt die Kritik ihrer Ratskollegen nicht. „Die Doppelbesetzung ist nicht mit größeren Kosten verbunden und eine gemeinsame Übergangszeit macht Sinn“, sagte sie. Und eine Beeinträchtigung der Probezeit könne sie auch nicht feststellen. Sie hält es vielmehr für richtig, dass Dr. Alfter seine Nachfolgerin nicht mit einer Arbeit sitzen lassen wolle, die noch nicht fertig sei.

Laut Blome ist mit der Fertigstellung der Dauerausstellung im Juni zu rechnen.



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