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Einen Fulltime-Job will Scholand nicht mehr

Lügde (jl). 60 Arbeitstage liegen noch vor ihm. Dann wird Hubert Scholand nach fast 13 Jahren seinen Chefsessel im Lügder Rathaus räumen. „Der 20. Oktober ist mein letzter Tag, aber ich habe auch noch ein bisschen Urlaub übrig“, sagt Lügdes scheidender Bürgermeister, der „in Abstimmung mit den Kollegen Reker und Loges“ seine Aktentasche schon dieser Tage hin und wieder etwas früher packt.

veröffentlicht am 27.07.2009 um 19:46 Uhr
aktualisiert am 06.11.2016 um 21:21 Uhr

Hubert Scholand
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 Mit Blick auf den nahen Wechsel an der Verwaltungsspitze ist der 55-Jährige sicher: „Das wird ein ganz geräuschloser Übergang.“ Denn er sei „nicht der Typ, der glaubt, ohne ihn ginge es nicht“. 

 Momente der Wehmut angesichts des absehbaren Abschieds hat Scholand nach eigenem Bekunden bisher nicht erlebt. „Ob das noch kommt, weiß ich nicht“, sagt er. Doch etwas – das weiß er schon jetzt – wird er bestimmt vermissen: „Den Umgang mit den Kollegen.“ Denn im Rathaus herrsche – bei aller Personalknappheit – ein „hervorragendes Betriebsklima“. Davon zeuge auch die Tatsache, dass zu den jährlichen Betriebsausflügen und Weihnachtsfeiern immer auch alle Ehemaligen eingeladen würden.

 Wird Scholand diese Einladung annehmen? „Sicher, wenn ich dann nicht gerade im Urlaub bin“, sagt er lachend. Apropos: Zu ganz konkreten Plänen für seine Zukunft mag sich der scheidende Rathaus-Chef nicht äußern. „Darüber mache ich mir noch keine Gedanken“, sagt er – um dann doch klarzustellen: „Einen Fulltime-Job mit einer 40-, 50-Stunden-Woche werde ich nicht mehr anfangen.“ 

 Ein Problem hat Scholand mit der Politik – und auch mit dem Wahlbeamtentum: „Ich habe immer versucht, mit dem Geld auszukommen, dass wir haben“, betont er. „Aber Politiker werden gewählt, weil sie immer mehr versprechen, als sie halten.“ Dieser „immer schlechter werdende Stil“ sei „deprimierend.“

Deshalb wäre in seinen Augen für das Amt des Bürgermeisters maximal eine Wiederwahl sinnvoll. „Dann bräuchte man in der zweiten Amtszeit nicht immer auf die nächste Wiederwahl zu gucken. Man wäre unabhängiger und könnte mehr Fachmann sein.“



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