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Das alte Jahr geht – dem neuen schauen diese Menschen erwartungsvoll entgegen

Einen Blick vor und einen zurück

Bad Pyrmont. Das alte Jahr neigt sich dem Ende zu. Es hinterlässt Erinnerungen an traurige oder auch glückliche Momente. Und so fällt der Rückblick eines jeden anders aus, wie auch die Wünsche für das bevorstehende neue Jahr individuell verschieden klingen. Wir waren auf Antworten gespannt und haben uns bei einigen Pyrmontern umgehört und dabei einen Bogen über einen kleinen Teil hiesiger Bewohner geschlagen.

veröffentlicht am 30.12.2013 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 02.11.2016 um 01:21 Uhr

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Autor:

Klaus Titze
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Dr. Dieter Alfter, Leiter des Museums:

„Neben vielen anderen für mich wichtigen Ereignissen im Jahr 2013 ragt die nach 26 Jahren endlich angepackte Neugestaltung unseres Museums heraus. Und in jedem Fall muss ein weiterer leuchtender Stern genannt werden, den wir im Jahr 2014 vor uns her tragen werden. Damit meine ich den Schritt zu einem transnationalen Welterbe, also über die deutschen Grenzen hinaus gemeinsam mit anderen europäischen Städten den Status eines anerkannten Kulturerbes anzustreben und zu erreichen. Beides wären zu meinem beruflichen Ausscheiden im November 2014 beglückende Geschenke.“

Justus Hase, Vorsitzender des Jugendparlaments:

„Das einschneidendste Ereignis war sicherlich mein Schulabschluss in diesem Jahr. Ich lasse diese Lebensphase allerdings mit einem lachenden und weinenden Auge hinter mir. Lachend weil ich der Penne entwachsen bin und mich völlig neuen Dingen und Eindrücken zuwenden kann , weinend da ich das für den so meine ich eher kleinstädtischen Bereich unserer Stadt die Schule als recht familiär mit engen Kontakten zu und guter Begleitung durch unsere Lehrer erfahren habe. Nun drücke ich die Ausbildungsschulbank in Hameln mit Schwerpunkt Informatik und wohin es mich dann beruflich führen wird, ist noch völlig offen.

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Dr. Dieter Alfter

Sehr froh bin ich, dass ich noch für ein Jahr dem Jugendparlament vorstehen und meine gewonnene Erfahrung an das neue Team weitergeben darf. Dabei hoffe und wünsche ich mir sehr, die von uns ins Auge gefassten Projekte im nächsten Jahr verwirklicht zu sehen.“

Rosemarie Jobke-Klauder, Inhaberin einer Kunsthandlung:

„Im nächsten Jahr wird es meine Kunsthandlung, die lange Zeit in der Brunnenstraße von Bad Pyrmont zum Stadtbild gehörte, nicht mehr geben, da ich das Geschäft aufgebe. Es ist ein Abschied auch von einem Lebenswerk und es fällt mir nicht leicht. Doch ich bin mit mir im Reinen über meine Entscheidung und freue mich auf mein verändertes Leben. Zum Jahreswechsel drehe ich endgültig den Schlüssel zum Geschäft um. Danach werde ich mich auf mich selbst, meine neuen Freunde und lang ersehnte Reisen konzentrieren. Endlich Zeit für mich, das wünsche ich mir besonders für das kommende Jahr.“

Brigitte Preuß und Charlotte Ploenes, Keramikmeisterinnen u. Inhaberin des Ateliers Salzkothe:

„Es war insgesamt ein anstrengendes Jahr, mit vielschichtigen persönlichen und beruflich existenziellen Erfahrungen, auf welche wir aufbauen können. Nach der Sperrung der Freienwalder Brücke gerieten wir mit unserem Atelier in eine regelrecht isolierte Situation, aus der wir uns mit der Eröffnung eines Geschäftes in der Innenstadt befreien wollten. Dieser Versuch hat viel Kraft gekostet und war letztlich nicht von Erfolg gekrönt. Nun freuen wir uns darauf, 2014 wieder ganz in der Salzkothe anzukommen. Unsere Hoffnungen und Wünsche begleiten uns bei dem diesjährigen Orts- und Jahreswechsel, wie in den Jahren zuvor sich wieder kreativ, konzentriert und erfolgreich zwei unserer Leidenschaften, nämlich der Keramik und dem Erhalt unseres Baudenkmals intensiv widmen zu können. So ist es durchaus tröstlich, an den vertrauten historischen Ort der Salzkothe heimzukehren.“

Ali Eren, Angestellter im Lebensmittelfachgeschäft:

„Das Jahr 2013 ist mit einem Brandanschlag auf unseren Multi-Kulti-Laden am Marktplatz für mich sehr belastend gewesen. Dabei ging es nicht nur um die materiellen Folgen, die unmittelbaren Brandschäden, die Verrußungen und den lange wahrnehmbaren Brandgeruch. Mich beschäftigt auch heute noch die Frage, wer dahinter steckte und uns dies antat. Die Tat konnte von der Polizei bislang nicht aufgeklärt werden. Aber die Anteilnahme aus unserem Bekanntenkreis und der Kundschaft, von Deutschen als auch Türken, tröstete mich und lässt mich optimistisch in die Zukunft schauen, dass wir eine tolerantere und verständnisvollere Gemeinsamkeit in der Gesellschaft finden werden, in die ich vor Jahren gekommen bin.“

Edward Braun, Zahnarzt und Freund Gustl Mollaths:

„Natürlich wünsche ich für 2014 allen Gesundheit und Erfolg. Wir müssen aber erkennen, dass unsere Gesellschaft erkrankt ist, insbesondere die Institutionen, die Macht über uns Bürger ausüben. Der Fall Gustl Mollath hat gezeigt, wie brutal unser verfilztes System unbequeme Menschen verräumen kann. Unsere Politiker müssen nicht auf Putin zeigen, wenn in Deutschland die Menschenrechte degradiert werden.

Ich wünsche mir für 2014 die Rehabilitierung meines Freundes Gustl Mollath, aber auch die Verurteilung der schuldigen Richter, Psychiater, Politiker, Bänker und Verteidiger. Nur so kann der erkrankte Rechtsstaat gesunden. Macht braucht Kontrolle, wirksame Kontrolle.“

Annegret Webel, Vorsitzende des Seniorenbeirates:

„Ich denke, wahrscheinlich haben nur wenige in Bad Pyrmont im vergangenen Jahr ein Ereignis erleben dürfen wie ich. Ich meine damit die völlig überraschende Einladung zum Sommerfest des Bundespräsidenten. Für den Seniorenbeirat wünsche ich mir die Verwirklichung unserer neuen Vorhaben. Dazu gehört ein Projekt, das wir zusammen mit der Diakonie und Caritas sowie den Paritätischen begonnen haben und noch einem größeren Betroffenenkreis bekannt machen müssen. Es geht um pflegende Angehörige, denen wir einmal monatlich im KOMM in der Lortzingstraße die Gelegenheit bieten möchten, erholsame Momente von den Alltagsbelastungen zu erfahren.“

Reinhard Kiparski, Pastor St. Johannes Kirchengemeinde Holzhausen:

„Das vergangene Jahr brachte für mich den Abschied von meiner langjährigen Pastorentätigkeit in der Martin-Luther-Kirche in Hildesheim und den Neubeginn in der St. Johannes Kirchengemeinde in Holzhausen und Hagen. Ich wünsche mir, anzukommen und ein gutes Miteinander zu finden, Zusammengehörigkeit vermitteln zu können und zu erfahren.“

Die Pyrmonter halten sich an Einstein, der sagte: „Wenn das alte Jahr erfolgreich war, dann freue dich auf das neue. Und war es schlecht, ja dann erst recht.“



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