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Bochumer Architekten gewinnen Wettbewerb der Stadtsparkasse für altes Krankenhausgelände

Eine Vision vom „Wohnpark Alt Bathildis“

Bad Pyrmont (uk). Das Büro „dreibund architekten“ aus Bochum hat den von der Stadtsparkasse Bad Pyrmont ausgeschriebenen Architektenwettbewerb für einen „Wohnpark Alt Bathildis“ gewonnen. Ein 17-köpfiges mit Fachleuten und Laien besetztes Preisgericht unter Vorsitz von Prof. Dipl-Ing. Walter Krings von der Fachhochschule Hildesheim/Holzminden hat den Entwurf unter 19 eingereichten Arbeiten ausgesucht und zur Realisierung empfohlen. Das hat Sparkassenvorstand Martin Lauffer am Samstag mitgeteilt.

veröffentlicht am 22.03.2009 um 20:49 Uhr
aktualisiert am 07.11.2016 um 13:21 Uhr

So stellen sich die Bochumer Architekten den „Wohnpark Alt
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Der Entwurf sieht neben 13 Einfamlienhäusern auch 45 Wohnungen vor (siehe rechts). „Wenn sich das Vorhaben rechnen lässt, dann werden wir es auch vermarkten können“, zeigte sich Lauffer sehr optimistisch, dass es in dem Dreieck zwischen Löwenser Straße und Solbadstraße nicht nur endlich eine Lösung für das alte Krankenhausgelände, sondern auch eine für Bad Pyrmont völlig neue Form des barrierefreien und generationsübergreifenden Wohnens geben wird.

Martin Lauffer denkt an einen Mix aus preisgünstigen Eigentums- und Mietwohnungen. „Unsere Klientel sind dabei hauptsächlich Pyrmonter, die älter geworden sind, aber noch nicht im Altersheim wohnen wollen oder müssen und zurzeit in nicht altersgerechten Wohnungen leben.“

Mit einer guten Einpassung in die Landschaft, einer vernünftigen Ausnutzung des 10000 Quadratmeter großen Grundstücks samt einem angemessenen Bauvolumen und einer guten Umsetzung des Gedankens des generationsübergreifenden Wohnens habe das Bochumer Büro das Preisgericht überzeugt, das zwölf Stunden benötigte, um zu einer Entscheidung zu kommen. Mit 17000 Euro hat die Sparkasse den ersten Preis dotiert. Vier weitere Beiträge wurden mit zusammen 25500 Euro belohnt. Neben der städtebaulichen Zuordnung spielten dabei die Funktionalität, die Architektur, die Gestaltung des Freiraums, die Wirtschaftlichkeit und die Nachhaltigkeit eine Rolle.

Jetzt sollen in Gesprächen mit den Architekten die Details besprochen und mögliche Partner – spricht Investoren – für das Vorhaben gesucht werden, das laut Lauffer ein Bauvolumen von rund 20 Millionen Euro hat. „Das können und wollen wir nicht selber machen, denn das gehört nicht zu unserem eigentlichen Geschäft“, machte Lauffer deutlich, der sich allerdings vorstellen kann, dass sich die Sparkassentochter IDB hier engagiert.

Gespräche mit andern Preisträgern möglich

Ob der Entwurf des Preisträgers wirklich umgesetzt wird, hängt von der Möglichkeit der Vermarktung ab. „Den Bauherren, mit denen wir jetzt sprechen, geht es nicht um Selbstverwirklichung, sondern die rechnen knallhart“, so Lauffer. Auch wenn vom Preisgericht gewünscht, so sei nicht festgelegt, dass am Ende auch der Entwurf der Bochumer realisiert werde. „Wir haben die Möglichkeit, mit allen vom Preisgericht prämierten Büros zu sprechen.“ Das wären vier weitere Büros.

Einen Rücktritt vom Kaufvertrag mit dem Bundesvermögensamt hat sich die Stadtsparkasse lediglich für einen Fall einräumen lassen: wenn die Stadt bis Ende des Jahres (plus einer Option von drei Monaten) die erforderliche Bauleitplanung nicht abschließt. Politisch zumindest ist die Neubebauung bislang unumstritten. Und aus den Erfahrungen mit der Gustav-Beermann-Straße hat man gelernt. „So etwas passiert einem nur einmal“, so Lauffer. Erst dann, wenn die Änderung des Bebauungsplanes beschlossen ist, sollen die alten Krankenhausgebäude abgerissen werden. Alleine das soll etwa 200 000 Euro kosten.

Hoffnung setzt der Sparkassenchef in die beiden Landtagsabgeordneten Ursula Körtner (CDU) und Ulrich Watermann (SPD), die dem Preisgericht angehörten. „Beide wollen sich gemeinsam dafür einsetzen, dass dieses Wohnquartier als Pilotprojekt vom Land Niedersachsen begleitet wird, denn so etwas gibt es in Niedersachsen bislang nicht.“



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