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Philharmonisches Orchester aus Bad Pyrmonts Partnerstadt Heemstede integriert Saxofon

Eine ungewöhnliche Kombination

Bad Pyrmont. Aus den freundschaftlichen Beziehungen des Städtepartnerschaftsvereins Bad Pyrmont zu seiner holländischen Partnerstadt Heemstede erwuchsen zahlreiche kulturelle Kontakte, die zu einem intensiven Austausch führten. Wenn dann das Philharmonische Orchester Heemstede zu einem Konzert in Bad Pyrmont anrückt, kann das Publikum, wie man aus früheren Gastspielen weiß, viel erwarten. Eine opulente Besetzung von über 60 Musikern, bis auf einen Profi allesamt Amateure, und mit Dirk Verhoef ein Dirigent, der den Klangkörper einfühlsam und energisch auf höchstes Niveau befördert. Dazu ein außergewöhnliches und anspruchsvolles Programm sowie mit Johan van der Linden am Altsaxofon ein brillanter Solist. Im Ensemble mit dabei auch der frühere Chef des Orchesters, Iman Soeteman. Zudem saß zentral auf dem Rang der Komponist Henry Kelder, dessen Konzert in vier Teilen für Saxofon und Orchester am Samstagabend im Konzerthaus eine gefeierte Welturaufführung erlebte.

veröffentlicht am 02.04.2013 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 03.11.2016 um 10:21 Uhr

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Autor:

rudi rudolph
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Doch zunächst wurde der Abend mit Alexander Glazunow, einem hierzulande wenig aufgeführten russischen Komponisten, eingeleitet, dessen Finale aus seinem 3. Streichquartett op. 26 nun als Ouvertüre diente. Das Orchester interpretierte mit einem frischen, jubilierenden Klangeindruck, der Glasunows Anlehnung an nationalrussische Elemente, volksliedhafte Themenbildung, orientalisierende Harmonik und Exotismen vorzüglich aufgriff und umsetzte. Gegen Ende seines Lebens schrieb er sogar ein Konzert für Altsaxofon und Orchester und damit eines der insgesamt nur wenigen Werke, die es überhaupt für diese Konstellation gibt.

Aus diesem Grund beauftrage das „Heemsteds Philharmonisch Orkest“ auf Anregung von Dirk Verhoef den Komponisten, Pianisten, Dirigenten und kulturellen Unternehmer Henry Kelder mit der Komposition eines solchen Konzertes, und das Ergebnis erwies sich als atemberaubend. Bereits in der Pause zeigte sich das Publikum teils leicht irritiert durch die modernen Aspekte, größtenteils jedoch überwältigt und begeistert von der Brillanz des Solisten und angesichts des riesigen Spektrums an Variationen, bis hin zu saxofonistischen Lautmalereien. Johan van der Linden lieferte den perfekten Beweis, dass ein Altsaxofon und ein philharmonisches Orchester eine wunderbare Symbiose eingehen können.

Den Abschluss des Konzertes bildete der Klavierzyklus „Bilder einer Ausstellung“ von Modest Mussorgski in der Bearbeitung für Orchester von Mikhail Tusmalov aus dem Jahre 1888, womit ein weiteres Highlight des Abends gesetzt wurde. Für das Orchester folgte anschließend die obligatorische Fortsetzung des musikalischen Engagements auf anderer Bühne. In Otto Dohses „Spelunke“ wurde bis in die frühen Morgenstunden hinein getanzt, gefeiert und zu holländischer Karaoke-Musik gesungen.

Altsaxofonist Johan van der Linden begeisterte das Publikum nicht nur als Solist, sondern auch gemeinsam mit dem Philharmonischen Orchester aus Bad Pyrmonts Partnerstadt Heemstede.



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