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Früherer Museumsleiter Dr. Dieter Alfter hebt „Donnerstagsgespräche“ aus der Taufe

Eine Themenbörse für Bad Pyrmont

BAD PYRMONT. Die „Donnerstagsgespräche am Vormittag“, von der Volkshochschule Hameln-Pyrmont standen Pate für eine vergleichbare Veranstaltung in Bad Pyrmont. Aus der Taufe gehoben hat sie der frühere Museumsleiter Dr. Dieter Alfter.

veröffentlicht am 21.02.2017 um 19:16 Uhr

Auch das Erscheinungsbild des Altenauplatzes stand im Mittelpunkt des ersten Treffens der „Donnerstagsgespräche“. Foto: ti
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Autor

Klaus Titze Reporter
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„Etwas Ähnliches schwebte mir nach einem Anstoß durch die VHS auch hier in Bad Pyrmont vor, allerdings mit einer anderen Zielrichtung“, erklärt Alfter. Gestartet wurde nun im Kommandantenhaus im Schloss.

„Sie interessieren sich für aktuelle Fragestellungen des politischen, sozialen, wirtschaftlichen und kulturellen Lebens in dem traditionsreichen Kurort Bad Pyrmont?“ So fragte Alfter im Prospekt der VHS und umriss auf diesem den thematischen Rahmen. Ohne Zweifel: Alfter liegt Pyrmont am Herzen. Wie sehr es sein innigstes Anliegen ist, Bad Pyrmont den Menschen, die hier leben, nahezubringen, zeigte auch sein kürzlich gemachtes Angebot an hier zugezogene Flüchtlinge, mit ihm gemeinsam ihre neue Heimat zu erkunden.

Nun allerdings zielt er auf Menschen dieser Stadt ab, die eben mehr über sie erfahren und sich mit ihren Ideen oder auch ihrem Mitwirken sich für die Stadt einsetzen wollen. Erfreut zeigte sich Alfter über die Teilnehmer, die er am Donnerstagnachmittag im Kommandantenhaus begrüßen konnte. Acht Frauen und zwei Männer fanden sich ein. Einige von ihnen waren erst vor kurzer Zeit in die Kurstadt gezogen oder nach langer Zeit wieder in ihre Geburtsstadt zurückgekehrt, wie in der Vorstellungsrunde deutlich wurde. Und nun habe man sich entschlossen, mehr über die neue Heimat zu erfahren, eigene Ideen, die sich bereits entwickelt hätten, loszuwerden oder auch sich in die Stadtentwicklung einzubringen. Als Einstieg in die Diskussion erinnerte Alfter an einen ehemaligen prominenten Bürger der Stadt, der sich in die Stadt verliebt hatte und sich hier niederließ. Es handelt sich um den Mathematiker und Physiker Max Born, der auch als Namensgeber der hier ansässigen Realschule fungierte. Nach Alfter sei das Interessante an Borns Geschichte, dass er 1969 als 86-Jähriger verärgert wieder aus Bad Pyrmont weg nach Göttingen verzog. Begründet habe Born seinen Entschluss mit erheblichen Einschnitten in die Natur durch den Bau einer Klinik und den Abriss einer Villa, die den Baustil der damaligen Epoche und den Charakter Bad Pyrmonts unterstrichen habe. Dass Flair und Charakter einer Stadt auch heute noch ganz bewusst von Besuchern gesucht und genossen werden, bestätigen die Teilnehmer der Gesprächsrunde mit eigenen Erfahrungen und Einschätzungen.

Es entspann sich ein munterer Austausch über Baustile, Besonderheiten, Entspannungs- und Ruhebereiche, Naturnähe und Kulturangebote, die insbesondere Bad Pyrmont ausmachen und die für die Identität des Kurortes wichtig sind. Schücking-Villa, Königin-Luise-Bad, Altenauplatz, Leerstände und Bausünden, die nach dem Bekunden einer Teilnehmerin eher einem „Tel Aviv-Stil“ glichen, böten die Gefahr, das Gefühl verschwinden zu lassen, sich an einem unverwechselbaren Ort mit einem einmaligen Charakter zu befinden.

An dieses Thema möchte Alfter beim nächsten Treffen anknüpfen, das am Donnerstag, 23. Februar, um 16 Uhr stattfindet. Dazu will er Baudirektor Matthäus Schmidt und Carsten Stahlhut von der Bad Pyrmont Tourismus GmbH als kompetente Ansprechpartner gewinnen.

Alfter betonte, dass der VHS-Kurs nicht geschlossen sei. Es könnten sich durchaus noch Interessierte dem Kurs anschließen.



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