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Dr. Birgit Kümmel eröffnet mit Christiane von Waldeck-Pyrmont Vortragsreihe über gekrönte Häupter

Eine spannende Frau – aber dürftig präsentiert

Bad Pyrmont. Dass Zar Peter, Königin Luise und der Alte Fritz zu den prominenten „gekrönten Häuptern“ unter den Pyrmonter Kurgästen zählen, ist hinlänglich bekannt. Anders verhält es sich mit Fürstin Christiane von Waldeck und Pyrmont (1725-1816), deren Name weniger geläufig sein dürfte. Umso reizvoller wäre es gewesen, in der neuen, zur Bewerbung für das Weltkulturerbe konzipierten Vortragsreihe des Staatsbades „Gekrönte Häupter in Bad Pyrmont“ die Rolle der Fürstin im Reigen berühmter Schlossbesitzer und Kurgäste mit Leben zu erfüllen und die Position der Regentin innerhalb des Bades deutlich zu machen.

veröffentlicht am 16.01.2015 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 30.10.2016 um 08:21 Uhr

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Doch davon konnte keine Rede sein in dem Vortrag, mit dem Dr. Birgit Kümmel, Leiterin des Museums Schloss Arolsen, im Kurtheater die Vortragsreihe eröffnete. Nicht nur rhetorisch war das abgelesene Referat wenig spannend, auch inhaltlich erfüllte es wohl kaum die Erwartungen der etwa 70 Zuhörer.

Als spürbar profunde Kennerin des Hauses Waldeck-Pyrmont gab Kümmel zwar einen Einblick in die Geschichte der Fürstenfamilie und in die Vorlieben und Eigenarten vor allem des männlichen Adels im kleinen Arolsen. Doch das war schließlich nicht das eigentliche Thema. Dabei hätte es sich bestimmt gelohnt, den Spuren der Fürstin Christiane und ihrer Beziehung zur Sommerresidenz Pyrmont genauer zu folgen. Denn dass diese Frau interessant war, für ihre Zeit sehr gebildet, selbstbewusst, kunstbeflissen und an Kultur interessiert, ging aus dem Vortrag durchaus hervor. Schon als 16-Jährige hatte die aus dem Hause Zweibrücken-Birkenfeld stammende Christiane den Fürsten Karl August Friedrich von Waldeck und Pyrmont geheiratet und dann sechs Kinder geboren. „Sie hat nicht nur den vier Söhnen, sondern auch den zwei Töchtern eine gute Erziehung geboten und das Interesse für Kunst, Literatur und Antike vorgelebt“, betonte die Referentin. Eines der wenigen Dias zum Vortrag zeigte ein Tischbein-Gemälde von der Fürstin und ihrer Familie: eine auffallend hübsche, elegante, sichtlich selbstbewusste Frau.

Nach dem Tod ihres Mannes übernahm Christiane 1763 die Regentschaft für ihre Söhne Christian und Friedrich als Nachfolger. Als sie starb, wurde von den Chronisten ihre „Wohltätigkeit und wahre Humanität“ gewürdigt. Auf eine Besonderheit wies der Pyrmonter Titus Malms in der Diskussion hin: 1765 habe Christiane als Regentin das Patent für die erste und älteste Apotheke in Bad Pyrmont, die Alte Hofapotheke, erwirkt.

Arolsens Museumsleiterin Dr. Birgit Kümmel vernachlässigte Fürstin Christianes Beziehung zu Bad Pyrmont. Hei



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