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Heimatbund nimmt seine Mitglieder zur Exkursion nach Thüringen mit

Eine Reise zum Riesenbett

BAD PYRMONT. Dass der Heimatbund in diesem Jahr eine Exkursion nach Thüringen plant, ist für viele Mitglieder ein Programmpunkt unter anderen. Doch für die Vorsitzende Adelheid Ebbinghaus hat diese Reise eine ganz besondere Bedeutung: Es soll nicht nur die älteste Synagoge Europas in Erfurt besichtigt werden, sondern in der Veste Wachsenburg in Arnstadt, südwestlich von Erfurt, auch ein gigantisches Bett, das in einer ganz besonderen Beziehung zu Bad Pyrmont steht.

veröffentlicht am 27.01.2019 um 19:34 Uhr

Schlafstatt für drei: Das Bett des Grafen von Gleichen möchte der Heimatbund wieder nach Bad Pyrmont holen. Foto: Archiv
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Karin Heininger Reporterin
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Wie mehrfach berichtet, handelt es sich dabei um das Bett des Kreuzfahrers Graf von Gleichen, der zwei Ehefrauen gleichzeitig gehabt und mit ihnen gemeinsam in einem Bett geschlafen haben soll. Früher stand es im Pyrmonter Heimatmuseum, führte dann ein Schattendasein im Keller des Stadtarchivs, ging als Leihgabe 2004 zur Veste Wachsenburg und steht dort in einem kleinen Museum.

Ebbinghaus macht sich schon seit längerem dafür stark, dass das gute Stück zurück nach Bad Pyrmont kommt. „Ich bin keine Kunsthistorikerin und will mich auch nicht auf einen kunsthistorischen Disput einlassen, aber es gehört nun mal zu unserer Geschichte“, sagt die Vorsitzende des Heimatbundes, die ihre Mitglieder an dieser Geschichte teilhaben lassen möchte und deshalb eine Busfahrt in diesem Jahr plant. Thüringen sei reich an Geschichte und mache eine Exkursion spannend, aber das Bett gebe der geplanten dreitägigen Reise nun noch eine besondere Note. Die Grundlage dafür wurde im November vorigen Jahres gelegt, als Ebbinghaus eine Studienreise nach Weimar zu einem Abstecher auf die Veste Wachsenburg nutzte (wir berichteten). „Das war ganz spontan und nicht geplant, aber es hat sich gelohnt“, erinnert sich die Heimatbund-Vorsitzende. Georg Wagner von der Eigentümerfamilie habe sich sehr erfreut gezeigt über den Besuch aus Bad Pyrmont und habe sie durch die sehr gepflegte Anlage mit dem „Gedächtniszimmer“ für den Grafen von Gleichen, den Zweibeweibten, geführt.

In der Veste wird die Pyrmonter Gruppe auch eine Nacht verbringen können. „Ich finde es wichtig, dass die Mitglieder des Heimatbundes den Spuren unserer Geschichte folgen“, begründet die Vorsitzende den Besuch in Thüringen. Im März soll auf einer Vorstandssitzung über den Termin dieser Reise beraten werden. Adelheid Ebbinghaus: „Ich glaube, das Interesse unserer Mitglieder an dieser Exkursion wird sehr groß sein“.

Aber noch ein anderes großes Ereignis steht dem Heimatbund in diesem Jahr ins Haus: Am 25. Mai findet in Bad Pyrmont die ganztägige Mitgliederversammlung des Heimatbundes Niedersachsen (HBN) im Konzerthaus statt. Die Ortsgruppe ist Gastgeber für dieses Treffen, für das ein genaues Programm noch festgelegt wird.

Und weil sich in diesem Jahr nicht nur die Einführung des Frauen-Wahlrechts zum 100. Male jährt, sondern mit der Gründung des Deutschen Frauenrings durch Theanolte Bähnisch 1949 in Bad Pyrmont auch ein 70-jähriges Gedenken gefeiert werden kann, wird der Heimatbund an zwei Frauen erinnern, die jede auf ihre Art für die Region, aber auch auf großer Bühne Geschichte geschrieben haben.

In einem Vortrag über Kurfürstin Sophie von Hannover (1630-1714) befasst sich die Ehrenvorsitzende des örtlichen Heimatbundes, Renate Ortlepp, am 15. Februar, 15.30 Uhr, im Hotel Steigenberger mit „einer Schlüsselfigur in der Thronfolge der europäischen Dynastien“. Dass die weltbekannte Puppenmacherin Käthe Kruse (1883-1968) nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs eine Werkstatt in Bad Pyrmont betrieb, nimmt die heimische Autorin und Puppensammlerin Christa Langer zum Anlass für ihren Vortrag „Käthe Kruse und das Glückskind von Bad Pyrmont“. Die Veranstaltung ist am 15. März, 15.30 Uhr, im Hotel Steigenberger.



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