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Das frühere OS-Gebäude soll vom Neubau des Humboldt-Gymnasiums abgetrennt werden

Eine problematische Schnittstelle

Bad Pyrmont. Immerhin diesen Zeitplan hatte es gegeben: Eigentlich sollte das Gebäude der ehemaligen Orientierungsstufe im Schulzentrum bis zum Ende dieses Jahres brandschutzsaniert sein, damit es dann für den Unterricht zu Verfügung steht, wenn mit dem Neubau des Humboldt-Gymnasiums begonnen wird. Das zumindest hatte der mit der Planung beauftragte Projektsteuerer Sikma im März dieses Jahres angekündigt. Sechs Monate Bauzeit waren für die Sanierung eingeplant. Doch passiert ist bislang nichts.

veröffentlicht am 01.09.2014 um 21:00 Uhr
aktualisiert am 31.10.2016 um 08:21 Uhr

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Autor:

hans-Ulrich Kilian
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Der Verwaltungsausschuss hat jetzt zur Kenntnis nehmen müssen, dass stattdessen geplant ist, das Raumbuch für das frühere OS-Gebäude nicht mehr in das gesamte Neubaukonzept einzubeziehen, sondern es abzutrennen. In einem Raumbuch wird detailliert beschrieben, wie jeder Raum im fertigen Zustand aussehen wird. „Wir müssen klären, ob das Schulkonzept des Gymnasiums auch in dem alten OS-Bau umgesetzt werden kann“, bestätigte Bürgermeisterin Elke Christina Roeder (SPD) auf Anfrage. „Das ist eine problematische Schnittstelle.“ Unter anderem geht es dabei um die Anforderungen an die Inklusion, um die sich die Stadt kümmern will, wenn es die Umstände verlangen, etwa wenn es um die Umrüstung von Klassenräumen geht. Und auch der Einbau von modernen Smartboards spiele eine Rolle. Grundsätzlich stehen die Räume aber für das Gymnasium zur Verfügung.

In Reihen der SPD wird die Abtrennung begrüßt. „Dann können wir wenigstens mit dem Neubau des Gymnasiums beginnen“, so der baupolitische Sprecher Hans-Herbert Webel vorbehaltlich der noch ausstehenden Beratung seiner Fraktion. Was ihn ärgert, ist die Weigerung von CDU, FDP und Bürgersinn, die externe Hilfe eines Planers in Anspruch zu nehmen, der die Bauherrenaufgabe wahrnimmt. „Die Bauverwaltung ist – neben ihren normalen Aufgaben – damit überfordert, wie die jüngste Entwicklung wieder bewiesen hat. Wir sind leider immer noch nicht über die Phase der Vorbereitung hinaus. Die Bauverwaltung braucht eine kompetente Hilfe, etwa durch ein externes Büro“, so Webel.

„Wir zielen in die gleiche Richtung wie die SPD, aber uns geht es darum, eine auf Dauer qualifizierte Stelle zu schaffen und nicht vorübergehend“, begründet die stellvertretende CDU-Fraktionsvorsitzende Ursula Körtner die ablehnende Haltung ihrer Fraktion. Und für Wilfried Seibel (Bürgersinn) kommt die Konstellation mit zwei privaten Planungsbüros gegenüber der öffentlichen Hand grundsätzlich nicht in Frage. Bürgermeisterin Roeder spricht dagegen von fadenscheinigen Begründungen aufseiten von CDU und Bürgersinn. „Die Logik der Ablehnung erschließt sich mir nicht“, stellte sie fest.

Doch wie geht es weiter? Seibel hat jetzt seinen alten Vorschlag erneut ins Spiel gebracht, einen externen Berater, der bereits Erfahrung mit der Sikma hat, ins Boot zu holen. Während Körtner von einem „interessanten Vorschlag“ spricht, den sie ihrer Fraktion vorstellen will, glaubt Webel nicht daran, dass diese Idee auf Zustimmung in der SPD stoßen werde. „Wir sind nicht einen Schritt weiter als im November 2013, wir müssen die Entscheidung über die Trennung von OS und Gymnasium treffen, wir müssen die Frage der Heizzentrale klären und auch die Höhe der Gesamtkosten angesichts der zu vermutenden Kostensteigerungen klären“, beschreibt Seibel die Situation, die ihm von allen Beteiligten bestätigt worden sei.

Im Raum steht die Frage, ob das städtische Baudezernat alle Fragen im Zusammenhang mit dem Neubau des Gymnasiums bereits im März dieses Jahres mit der Sikma hätte abstimmen können. Das sei – so ist einem internen Papier der Verwaltung zu entnehmen – erst Mitte August geschehen. Dadurch sei eine sechsmonatige Verzögerung entstanden.



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