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Kurseelsorgerin Irmgild Krallmann feierlich verabschiedet

Eine Institution verlässt Bad Pyrmont

BAD PYRMONT. Der außerordentlich gut besuchte Gottesdienst in der katholischen St. Georg-Kirche zeigte, welche Wertschätzung die eigentliche Hauptperson in Bad Pyrmont genießt. Mit diesem Gottesdienst würdigte die Gemeinde, allen voran Pfarrer Walter Heinrichsrüscher, das Wirken und die Person Irmgild Krallmann, die vierzehn Jahre als Klinik- und Kurseelsorgerin sowie davor bereits 34 Jahre im damaligen St. Georg-Krankenhaus tätig gewesen war.

veröffentlicht am 27.06.2016 um 16:52 Uhr
aktualisiert am 26.10.2016 um 08:48 Uhr

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Autor:

Rudi Rudolph
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Im letzten Jahr konnte Schwester Irmgild als Angehörige der Thuiner Franziskanerinnen das goldene Ordensjubiläum feiern, nun kam der Augenblick, da sie in den verdienten Ruhestand wechselt. Die Kongregation der Franziskanerinnen vom heiligen Märtyrer Georg zu Thuine ist eine 1869 gegründete katholische Ordensgemeinschaft, die nach den Regeln des heiligen Franziskus lebt und die mit ihrem Mutterhaus in Thuine im Bistum Osnabrück angesiedelt ist. In diesem Orden erhielt Irmgild Krallmann mit 21 Jahren die klösterliche Profess, mit der man sich auf Lebenszeit den Regeln des Ordens und des Ordenslebens unterwirft. Dabei hatte sie eigentlich gar nicht vor, in den Orden zu gehen, denn „das geschah dann einfach intuitiv und die Entscheidung ist bis heute die richtige“. Ihre Vitalität und Zugewandtheit haben sie in Bad Pyrmont bekannt und geschätzt werden lassen, und wer ihren Beitrag beim Gottesdienst verfolgte, fragt sich wirklich, was diese aktive und intellektuell brillante Frau nun in ihrem Ruhestand anfängt. „Zunächst werde ich am Samstag aus Bad Pyrmont abgeholt. Der Orden sorgt für meinen Umzug nach Thuine, wo ich ins Altenheim des dortigen Mutterhauses ziehen werde“, berichtet sie. Auch wenn sie krankheitsbedingt gehandicapt ist, sieht sie positiv in die Zukunft. Über das Internet, die sozialen Medien und Skype bleibt sie der Welt und Bad Pyrmont verbunden, da kommt dann der Wunsch immer näher, ihr Wissen und ihre Erfahrung im Umgang mit Menschen in einem Buch festzuhalten und weiterzugeben. Da wird sicherlich ihre Einstellung zu Gott, der Religion und dem Zugang von Menschen dazu eine große Rolle spielen. „Was mir ganz wichtig ist: Man muss authentisch sein. Was ich sage, sollte meins sein und es muss von innen nach außen kommen. Wir müssen nach Gott gefragt werden und dürfen nicht immer mit der Bibel unter dem Arm daherkommen. Die kirchliche Sprache hält eher auf Distanz, aber ich muss ganzheitlich denken und in kritischer Distanz selber formulieren.“

Das gibt sie „ihren“ Bad Pyrmontern mit und verweist auf das Märchen von Hans im Glück. Auch dieser habe, so Irmgild Krallmann, seine irdischen Güter verloren und dann sein Glück in der Erleichterung darüber gefunden. „So sollte es in unserem Denken auch gehen, nämlich vom Besitz zur Beziehung zu finden“, ist ihr warmes und zufriedenes Resümee.



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