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CDU schlägt Provisorium an der Bad Freienwalder Brücke vor / Kosten für Neubau doch nicht höher

Eine Brücke für Fußgänger und Radfahrer?

Bad Pyrmont. Die Kosten für den Neubau der Bad Freienwalder Brücke sind nun doch nicht so hoch, wie sie die Verwaltung im Haushaltsplanentwurf für das kommende Jahr angegeben hat. „Dort stehen 4,1 Millionen Euro, doch das ist nicht ganz richtig“, teilte Fachbereichsleiter Hans-Joachim Böhnke jetzt dem Bauausschuss mit. „Es bleibt bei 2,9 Millionen Euro Gesamtkosten.“

veröffentlicht am 05.12.2013 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 02.11.2016 um 04:41 Uhr

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Die CDU hatte von der Verwaltung Auskunft über die Kostenentwicklung haben wollen. „Uns sind bei den Beratungen eindeutig 4,1 Millionen Euro genannt worden“, stellte Udo Nacke, Sprecher der Christdemokraten im Bauausschuss, fest. „Doch schlüssig war das nicht.“ Ist es auch nicht, wie Böhnke jetzt einräumte. „Wir haben Haushaltsreste übertragen, und das war falsch.“

Doch diese Frage war es nicht alleine, die die CDU-Fraktion bewegte. Ob die Verwaltung die Möglichkeit einer behelfsmäßigen Brücke für Fußgänger und Radfahrer geprüft hatte, wollte sie wissen. „Lässt sich so eine Brücke mit geringem Aufwand über das bestehende Bauwerk legen?“, fragte Nacke und schlug vor: „Wir sollten angesichts der noch langen Zeit, bis eine neue Brücke in Betrieb gehen kann, alle Möglichkeiten ausloten, ob wir zumindest den Fußgängern und Radfahrern einen Behelf bieten können. Wenn das nicht geht, dann müssen wir das eben akzeptieren.“

„Das prüfen wir sehr gerne, aber ich sehe nur eine sehr geringe Chance dafür, denn wir haben schon sehr viel geprüft“, lautete die Antwort von Bürgermeisterin Elke Christina Roeder (SPD). Und sie fügte hinzu: „Hätten wir das Genehmigungsverfahren, so wie wir es vorgeschlagen haben, in Abbruch und Neubau getrennt, dann hätten wir das vielleicht haben können.“ Die damalige Mehrheitsgruppe aus CDU/ FDP und Bürgersinn hatte die Trennung des Verfahrens aber abgelehnt. „Von einer Behelfsbrücke war nie die Rede“, widersprach Kathrin Drinkuth (CDU). „Das wäre leichter gewesen“, beharrte Roeder. „Wenn wir mal eben so dort eine Behelfsbrücke hinbauen könnten, dann hätten wir schon längst eine.“

Und Rudi Leinhart (CDU) lenkte den Blick nach Lügde, als er daran erinnerte, dass die Stadt dort für die Zeit der Erneuerung der Emmerbrücke eine Behelfsbrücke für Fußgänger errichtet hatte. „Warum geht das bei uns nicht?“ „Das hat ein paar Hunderttausend Euro gekostet“, warf Christian Güse (FDP) ein. Er erinnerte daran, dass die Mehrheitsgruppe die Trennung des Genehmigungsverfahrens abgelehnt habe, weil damit Bürgerrechte beschnitten worden wären.uk

Hier ist nicht nur für Autos, sondern auch für Radfahrer und Fußgänger Schluss.uk

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