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Dr. John Zhou erklärt Hintergründe zur Chinesischen Medizin und stellt sein Buch vor

Einblicke in fernöstliche Kultur

BAD PYRMONT. „Einen ausführlichen Einblick in wesentliche Bereiche der traditionellen chinesischen Kultur“ bietet das neue von Dr. John Zhou verfasste Kompendium. Der in Bad Pyrmont lebende Mediziner hat sein Werk am Wochenende im „Pyrmonter Salon“ unter dem Arbeitstitel „Glückskeks“ vorgestellt.

veröffentlicht am 05.11.2017 um 18:43 Uhr
aktualisiert am 06.11.2017 um 09:10 Uhr

Dr. John Zhou redet im Pyrmonter Salon über Traditionelle Chinesische Medizin und die Harmonie von Yin und Yang. Foto: yt
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Autor

Carlhermann Schmitt Reporter
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Eingestimmt wurden die gut 30 Gäste im Domizil der Vorsitzenden des Pyrmonter Salons, Luisa Islam-Ali-Zade, mit dem Mantra „Om mani padme hum“, dessen Wortbedeutung zwar nicht mehr bekannt ist, im Tibetischen Buddhismus aber als Mantra des Mitgefühls eine Vorrangstellung innehat. Deutlich moderner wurde es dann, als Natania Hoffman mit Cello und Monika Darzinkeviciute am Klavier ein ganz aktuelles Stück des chinesischen Komponisten Gao Weijie aufführten. Dabei wie auch bei Beethovens Sonate in C-Dur und Johannes Brahms‘ Sonate in e-Moll ließen sich die Gäste nicht nur von der Virtuosität der beiden Künstlerinnen beeindrucken, die auch schon internationale Preise gewonnen haben und in vielen Ländern aufgetreten sind, sondern auch von der Tatsache, dass Natania Hoffman auf einer Stradivari spielte. „Gebaut vom Sohn des berühmten Antonio Giacomo“, wie Frank Maier ausführte.

Dr. Zhou, der in der Buchinger-Klinik arbeitet, und sowohl in China zum Arzt in der Traditionellen Chinesischen Medizin als auch in Deutschland zum Schulmediziner ausgebildet wurde, sang die Mantren, trug Gedichte vor und gab einen Einblick in die Idee der Traditionellen Chinesischen Medizin.

Der Daoismus, neben Konfuzianismus und Buddhismus die wichtigste Schule und bedeutendste Lehre, die China geprägt haben, sieht in der Natur und in dem natürlichen Weg die Vollkommenheit. „Dao – das bedeutet so viel wie rechter Weg.“ Es ist das ewig wirkende natürliche Prinzip, gegen das man nicht verstoßen sollte. Dem stellte Dr. Zhou die Idee der westlichen Medizin und der Naturwissenschaft entgegen, die nicht auf dem Prinzip der Natur beruhe, sondern darauf abziele, ganz bewusst die natürlichen Regeln umzustoßen, zum Beispiel durch Chemie.

Dr. Zhou nahm eine Pyramide als Erklärung. „Oben an der Spitze befindet sich das Grundprinzip. Das Yin und Yang. Je weiter wir in der Pyramide nach unten gehen, umso größer ist die Basis, umso mehr Spezialfälle gibt es, umso unübersichtlicher und komplizierter wird alles.“ Die TCM, die sich an der Natur orientiert, setze oben an der Spitze an, um die Harmonie von Yin und Yang wieder herzustellen. „Wenn hier Harmonie herrscht, ist der Mensch gesund, wenn Yin und Yang nicht in Harmonie sind, dann folgt Krankheit.“ Wenn also mittels TCM die Harmonie an der Spitze wieder hergestellt sei, sei die gesamte Pyramide im Lot und der Mensch gesund.

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