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Lüneburg will Trakehner-Pferdestatue nicht hergeben / Weltkulturerbe: Willeke ist optimistisch

Ein Vorschlag ohne Chancen

Bad Pyrmont. Der Vorsitzende des Pyrmonter Heimatbundes, Manfred Willeke, hat sich zuversichtlich gezeigt, dass Bad Pyrmont im Kreis der Bewerberstädte zur Anerkennung des Weltkulturerbes bleibt. Und auch mit der Absage des Treffens der Bürgermeister der europäischen Kurorte im Februar in Bad Pyrmont hadert er nicht.

veröffentlicht am 01.02.2016 um 13:36 Uhr
aktualisiert am 27.10.2016 um 17:41 Uhr

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Autor:

rudi Rudolph und hans-ulrich kilian
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„Pyrmont ist mit seinen Indikationen und der Art der Bäderkuren das Urbad aller Bäder“, erklärte er anlässlich der Jahreshauptversammlung des Heimatbundes. „Die Verzögerung im Bewerbungsverfahren beruhte darauf, dass andere Bäder sich zusätzlich einbringen wollten, und daher bin ich auch froh, dass der Besuch der Steuerungsgruppe der Bürgermeister in Bad Pyrmont verschoben ist. Denn ein jetziger Besuch fände nicht zur Glanzzeit Pyrmonts statt. Im Winter haben wir einfach nicht so viel zu bieten“, so der Heimatbundvorsitzende.

Von Willeke stammt die ursprüngliche Anregung, sich um die Weltkulturerbe-Anerkennung zu kümmern. Allerdings beruhte sein Vorschlag noch auf der Annahme, Bad Pyrmont könnte das allein schaffen. Wilfried Seibel, verstorbener Gründer der Wählergemeinschaft Bürgersinn, hatte später angeregt, sich in die gemeinsame Bewerbung aller Kurorte einzubinden.

Willeke hält die Bemühungen immer noch für gerechtfertigt. „Die Einstufung als Weltkulturerbe bedeutet auch einen erheblichen wirtschaftlichen Schub“, zeigte er sich überzeugt. Besonders erwähnte er Kassel und Corvey, die nach der Erlangung des Prädikats einige Tausend Gäste mehr verbuchten. „Manche Weltkulturerbestätten verzeichnen sogar ein Besucherplus von über 400 Prozent.“

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Unter großem Beifall ging er auf den Vorschlag von Michael Rausch ein, die Pferdestatue vor dem Ostheim als Denkmal für die vielen Heimatvertriebenen, die nach dem Zweiten Weltkrieg in Bad Pyrmont integriert wurden, in der Stadt zu belassen. „Das Ostheim ist bislang noch nicht verkauft,“ sagte Willeke, „und ich hätte das Pferd gerne im Kurpark aufgestellt“, begrüßte er den Vorschlag von Rausch. „Finanziell müsste das zu stemmen sein, denn es gibt bereits einige Interessenten, die den Verbleib des Trakehner-Denkmals mit Spenden unterstützen würden.“ Doch am Montag musste Willeke einen neuen Stand berichten. „Ich habe mit dem Leiter des Ostpreußischen Landesmuseums in Lüneburg gesprochen, und die bleiben dabei, den Trakehner dort aufzustellen. Das hat sich für uns leider erledigt.“ Die Statue, die den Namen „Hessenstein“ trägt, ist lebensgroß, aus Bronze gefertigt und wiegt rund zehn Zentner. Sie stellt ein Pferd der in Ostpreußen gezüchteten Trakehner dar. Geschaffen hat es der Bildhauer Georg Fugh 1968. Heute zählen die Trakehner wie die Elchschaufeln zu den Symbolen Ostpreußens.

Die Entscheidung ist gefallen: Die Trakehner-Statue vor dem Ostheim wird künftig im Ostpreußischen Landesmuseum in Lüneburg stehen. Archiv



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