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Ehrung für Hermann Bente zum 65-jährigen Feuerwehrjubiläum / Kameraden plaudern aus dem Nähkästchen

Ein Urgestein mit viel Humor und Kameradschaftssinn

Bad Pyrmont (Hei). Dass die Feuerwehr nicht nur tüchtig löschen, sondern auch zünftig feiern kann, zeigte sich bei einem Empfang zum 65-jährigen Feuerwehrjubiläum für Ehrenstadtbrandmeister Hermann Bente (79). Da plauderten Weggefährten und alte Kameraden des Jubilars so kurzweilig aus dem Nähkästchen und servierten so viele Anekdoten, dass man dem Geehrten die Bilanz seiner Dienstjahre „Es war eine schöne Zeit!“ unbesehen glauben konnte.

veröffentlicht am 05.04.2009 um 19:00 Uhr
aktualisiert am 07.11.2016 um 12:21 Uhr

Stadtbrandmeister Jürgen Bitterling (rechts) gratuliert Hermann
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Mit einem knackigen Datum – es war der 4.4.44 – begann die Karriere des überzeugten und engagierten Brandschützers, der schon früh Verantwortung übernahm, wie Bürgermeisterin Elke Christina Roeder berichtete. Bereits 1966 wurde Bente zum Wehrführer ernannt, vier Jahre später zum Stadtbrandmeister ausgerufen. Mit der Verwaltungs- und Gebietsreform wurde ihm diese Funktion 1975 für den gesamten Stadtbereich übertragen.

Bis zum Erreichen der Altersgrenze 1992 habe Bente seine Aufgabe mit großer Freude, Energie und Weitblick wahrgenommen, Loyalität, aber auch Durchsetzungsvermögen bewiesen und der Stadt uneigennützig gedient, würdigte ihn die Bürgermeisterin. Auch die Familie Bente, seine Frau Marlies und die Söhne Hermann und Ulrich als Feuerwehrleute in der vierten Generation, seien eng mit der Geschichte der Pyrmonter Wehr verbunden.

Lebensretter beim Heide-Brand

Einen unterhaltsamen und bei allem Respekt freundschaftlichen Rückblick auf viele gemeinsame Feuerwehr-Jahre gab Stadtbrandmeister Jürgen Bitterling. Da war der große Heide-Brand 1975, zu dem die Pyrmonter gerufen wurden („Damals hat uns das Feuer gezeigt, wo unsere Grenzen sind“) und bei dem ihm Hermann Bente das Leben gerettet habe, als die Flammen sie beiden umzingelten. Da war das Feuer 1976 bei der Firma Pyrmonter Säuerling, wo gerade vier Wochen vorher eine Übung stattgefunden und Hermann Bente noch gefrotzelt habe, was denn im Ernst wohl in einer Wasserfabrik brennen solle.

Bitterling erinnerte an den Unfall eines Schweinetransporters am Hagener Berg, als der Lastwagen-Fahrer gegen die Aussicht auf einige Schweinehälften die Hilfe der Wehr in Anspruch genommen habe: „Auf die Schweinehälften warten wir heute noch.“ Und als an einem Brandort eine Geschädigte in Pumps den Schaden besichtigen wollte, habe der Stadtbrandmeister ihr kurzerhand die Stiefel eines Kameraden ausgeliehen, der dann auf Strümpfen nach Hause fahren musste.

„Humor und Kameradschaft zeichneten Hermann Bente aus“, zog Bitterling Bilanz, überreichte dem Jubilar eine Ehrenurkunde und ließ ihn für seine Verdienste hochleben. Auch die übrigen Gäste würdigten ihn, nannten ihn unter anderem ein „Pyrmonter Urgestein“. Für Landtagsabgeordnete Ursula Körtner war Bente früher beim Marschieren der Feuerwehr gar „wie Curd Jürgens in des Teufels General“ erschienen. Bewegt dankte der so Geehrte für alle bewiesene Wertschätzung und lud seine Gäste zum Essen ein.

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