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Schwammbekämpfung in der Oesdorfer Kirche kostet 65 000 Euro

Ein teurer Spaß

Bad Pyrmont. Die Beseitigung des Schwammschadens in der Oesdorfer St.-Petri-Kirche wird ein teurer Spaß. Christian Skibbe vom Amt für Bau- und Kunstpflege des Lutherisch-Evangelischen Landeskirche Hannover hat die Mehrkosten auf 65 000 Euro veranschlagt. Diese Auskunft gab er am Donnerstag auf Anfrage.

veröffentlicht am 30.08.2013 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 02.11.2016 um 18:21 Uhr

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Wie berichtet, war im Zuge der Dachsanierung an der Oesdorfer Kirche starker Befall durch Echten Hausschwamm (Serpula lacrymans) in bisher nicht einsehbaren Dachräumen und im Holzdielenbelag des Mittelschiffs und der Sakristei festgestellt. „Besonders große Schäden sind am Dachstuhl und an der Holzbalkendecke im Seiten- und Querschiff (Kehlbereich) an der Nordostseite sowie am Dachstuhl oberhalb des Emporenaufgangs an der Südseite zu erkennen“, erläuterte Skibbe gestern.

Aufgrund des massiven Befalls müssen sämtliche Dach- und Deckenkonstruktionshölzer in diesen Bereichen ausgetauscht, mit Myzelien durchwachsene Mauerwerksteile abgebrochen und mit neuen Steinen aufgemauert werden. Im Kirchenschiff sind der Holzfußboden unterhalb der Bänke in einem Bereich von etwa 50 Quadratmeter und der komplette Fußboden in der Sakristei befallen. Die Tischler müssen nun schadhafte Holzdielen im Kirchenschiff ausbauen und entsorgen, den Schrank in der Sakristei abbauen, lagern und anschließend wieder einbauen. Sie müssen Bänke aufstellen und befestigen und die Hinterlüftung der Holzdielen verbessern. Außerdem müssen die Bankheizkörper demontiert, wieder eingebaut und in Betrieb genommen werden. Auch der Sandsteinboden einschließlich der Lehmschicht muss gegen den Schwammbefall behandelt werden. Im Dachstuhl und in der Deckenkonstruktion müssen die schadhaften Hölzer erneuert und gegen Schwamm behandelt werden. Das gilt auch für das Mauerwerk und den Wandputz. Laut Skibbe sollen die Arbeiten bis Ende November abgeschlossen sein.

Vorerst ist die Kirche nicht nutzbar. Die Oesdorfer Kirchengemeinde will nun bei der Landeskirche weitere Mittel für die Arbeiten beantragen, für die bislang rund 315 000 Euro veranschlagt worden waren. Welche Kosten auf die Gemeinde zukommen, ist noch unklar.uk

Zimmerer To- bias Gründken arbeitet an der Dachkontruktion über dem Seitenschiff von St. Petri.jl



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