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Schützenfest in Holzhausen

Ein Tag für Schirmherren

BAD PYRMONT. Die Holzhäuser Schützen haben am Wochenende ihr Schützenfest gefeiert und hatten zum Kreisschützenfest Vereine aus dem ganzen Kreis zu Gast.

veröffentlicht am 25.06.2017 um 17:48 Uhr

Der Festumzug vom Pyrmonter Schloss nach Holzhausen mit dem Schützenkönigspaar Michael und Tanja Offermann (li.) und Gefolge wurde zur Schirmparade. Fotos: rr
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Autor

Rudi Rudolph Reporter
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„Der Wettergott ist ein Holzhäuser,“ versprach Holzhausens Schützenpräsident Sebastian Eicke bei der Begrüßung der vielen Schützenvereine im Schlosshof, „Wir werden trocken nach Holzhausen marschieren können“, versprach er. Doch das war nur ein frommer Wunsch, denn prompt begann es beim Ausmarsch aus dem Schlosshof zu regnen und hörte erst pünktlich bei der Ankunft auf dem Festplatz auf.

Mehrere Hundert Schützen von Vereinen hatten sich am Sonntagmittag im Pyrmonter Schloss eingefunden, um gemeinsam das diesjährige Kreisschützenfest zu begehen, und der Start in die Feierlichkeiten gestaltete sich gleich zu Anfang etwas holprig. Als die Vereine noch schön locker in der Schlossstraße darauf warteten, geordnet auf die Schlossinsel marschieren zu können, ging der erste Schauer nieder, und die Hagener Schützen beschlossen vorsorglich, schon einmal loszuziehen, voran der Hagener Musikzug. „Das haben wir wegen der Roben der Frauen gemacht,“ erklärte Ex-König Reiner Lippert. Da standen sie nun im Schlosshof, recht alleine, und Sebastian Eicke hatte einen ersten Aufreger.

Die Roben der Frauen, aufwendig und teils höchst kostbar, waren vorerst gerettet, doch als sich der Zug nach Holzhausen schließlich in Bewegung setzte, nützte das alles nichts. Schaute man die lange Schillerstraße hinunter, sah man zunächst ein Meer aus Regenschirmen, auf die es herunter pladderte, dazwischen die Vereinsfahnen und dennoch bei den Schützendamen und -herren fröhliche Gesichter, allen Wetterwidrigkeiten zum Trotz.

Großer Bahnhof unter großen Schirmen: Aufmarsch der Vereine im großen Hof des Pyrmonter Schlosses. Foto: rr
  • Großer Bahnhof unter großen Schirmen: Aufmarsch der Vereine im großen Hof des Pyrmonter Schlosses. Foto: rr
Zaungäste am Wegesrand: Schaulustige lassen sich von Regen nicht abhalten, den Festzug zu verfolgen. Foto: rr
  • Zaungäste am Wegesrand: Schaulustige lassen sich von Regen nicht abhalten, den Festzug zu verfolgen. Foto: rr

Die Freude auf den feierlichen Tag war allen anzusehen, nachdem man den vorherigen Samstagabend mit eher gemischten Gefühlen überstanden hatte. Die große Proklamation des neuen Schützenkönigs hatte zunächst ein volles Festzelt beschert, nachdem die zahlreichen befreundeten Vereine sowie die Musikkapellen darin Platz gefunden hatten, und Präsident Sebastian Eicke war voll in seinem Element. Es galt die Schützengesellschaft 2017/18 zu proklamieren. In einem großen Zeremoniell entledigten sich die bisherigen Würdenträger ihrer Insignien und übergaben sie an ihre Nachfolger. Wie sich herausstellte, ist die neue Königsgesellschaft in machen Teilen fast die alte. Der neue Schützenkönig ist nunmehr Michael Offermann, der sich als Königin seine Ehefrau Tanja erwählte, als Adjutant fungiert Stefan Wippermann. Das 1. Ministerpaar besteht aus Matthias Bodendorfer und Stephanie Blank, das 2. Ministerpaar aus Detlef Todte und Inge Dietzschold, sowie das 3. Ministerpaar aus Piet und Gaby Hoekstra.

Damit fand eine kleine Rochade statt, und die Königsgesellschaft sollte gebührend gefeiert werden. Doch nach den Ehrentänzen blieb die Tanzfläche leer, trotz aller Bemühungen der Top-40-Band „Golden Notes“, mit populären Songs und Hits das Publikum aufzumischen. An der Theke und rund um die Majestäten drängten sich die Schützen und Vereine, doch blieben Tische und Stühle großteils unbesetzt, sodass man nun auf den bayerischen Abend im Festzelt am gestrigen Sonntagabend hoffte. „Eigentlich haben wir eine Menge Eintrittskarten verkauft,“ resümierten die Damen an der Kasse, doch auch die Präsidenten der Pyrmonter Schützengesellschaft und des Schützenvereins Löwensen, Klaus Jakob und Willi Stuckenberg, waren sich einig. „So viel ist nicht los.“



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