weather-image
Tafel erinnert an Sally Abrahams

Ein schreckliches Ende

BAD PYRMONT. Sally Abrahams Ende vor 80 Jahren war schrecklich. Die Nazis versagten dem erkrankten Pymonter die notwendige medizinische Hilfe. Er starb unter Qualen am 25. November 1938 im Konzentrationslager Buchenwald. Abrahams hatte das Pech, Jude zu sein.Eine Tafel am Rathaus erinnert an ihn und seine Familie.

veröffentlicht am 26.11.2018 um 15:16 Uhr

Ansicht der Schulstraße, wie die heutige Rathausstraße früher hieß. Im Hintergrund ist das alte kaiserliche Postamt zu sehen, das heute ein Teil des Rathauses ist. Das Gebäude auf der rechten Seite dazwischen – eine frühere Schule – war das Wohnhaus
Hans-Ulrich Kilian

Autor

Hans-Ulrich Kilian Redaktionsleiter Bad Pyrmont zur Autorenseite
Weiterlesen für 20 Cent oder mit Ihrem Digital-Abo
Sie haben bereits ein Digital-Abo der DEWEZET? Dann melden Sie sich hier mit Ihren DEWEZET -Login an und lesen Sie den Text, ohne Ihn bei LaterPay bezahlen zu müssen.

Seit wenigen Tagen erinnert am Rathausneubau eine Tafel an Sally Abrahams Schicksal und das des Pyrmonters Adolf Salomon, der von den Nazi misshandelt worden war und wenige Tage zuvor an seinen Verletzungen starb. Es ist die erste Tafel ihrer Art in Bad Pyrmont, die daran erinnert, welche Häuser hier einst gestanden haben und was aus ihren Bewohnern geworden ist. Am Montagmittag wurde sie von Bürgermeister Klaus Blome und Klaus Titze vom Arbeitskreis 27. Januar gemeinsam enthüllt.

Wer die Tafel betrachtet, der schaut in die Richtung, an der das Gebäude der Schirmfabrik von Sally Abraham stand. Gemeinsam mit dem Wohngebäude ging die Fabrik 1979 in das Eigentum der Stadt über. Die Pyrmonter Nachrichten und das Hotel Central waren in dem Wohnhaus untergebracht, das ebenso wie die Fabrik 1987 dem Neubau des Rathauses weichen musste. „Nach heutiger Erkenntnis gibt es keine Nachkommen der Familie mehr“, sagte Titze bei der Enthüllung der Tafel und schilderte vor einem kleinen Kreis von Pyrmontern detailliert ihr Schicksal. Vor zehn Jahren hatte der Arbeitskreis den Platz vor dem Rathaus nach Sally Abraham benennen wollen. Der Rat entschied anders. Man einigte sich auf eine Tafel, die aber danach in Vergessenheit geriet.

Bürgermeister Klaus Blome (re.) und Klaus Titze vom Arbeitskreis 27. Januar enthüllen die Gedenktafel am Rathaus. Foto: uk
  • Bürgermeister Klaus Blome (re.) und Klaus Titze vom Arbeitskreis 27. Januar enthüllen die Gedenktafel am Rathaus. Foto: uk


Copyright © Deister- und Weserzeitung 2018
Texte und Fotos von dewezet.de sind urheberrechtlich geschützt.
Weiterverwendung nur mit Genehmigung der Chefredaktion.


Weiterführende Artikel
    Anzeige

    Immobilien in Hameln: auf immo.dewezet.de finden Sie tagesaktuelle Angebote zur Miete und zum Kaufen

    Immobilien mieten

    Immobilien kaufen

    Anzeige
    Kommentare

    Kontakt

    Redaktion
    E-Mail: redaktion@dewezet.de
    Telefon: 05151 - 200 420/432
    Anzeigen
    Anzeigen (Online): Online-Service-Center
    Anzeigen (Telefonisch): 05151 / 200 - 666
    Abo-Service
    Abo-Service (Online): Online-Service-Center
    Abo-Service (Telefonisch): 05151 / 200 777

    Keine Zeitung bekommen? Hier zur Zustell-Reklamation.
    X
    Kontakt