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„Peterchens Mondfahrt“ mit der Kanone: Märchen aus Detmold kam bei 895 Zuschauern wunderbar an

Ein Raumschiff wie im Märchen

Bad Pyrmont. Wenn ein kleiner Junge einen Batman-Schlafanzug trägt, wenn Osterhase und Weihnachtsfrau zusammen Golf spielen und ein außerirdischer Macho auf seinem Mofa über die Milchstraße knattert, dann sind Peterchen und sein Freund, der Maikäfer Sumsemann, auf ihrer Mondfahrt im Hier und Jetzt angekommen.

veröffentlicht am 02.12.2014 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 30.10.2016 um 16:21 Uhr

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Autor:

vON kARIN hEININGER
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Mit zwei Vorstellungen von „Peterchens Mondfahrt“ hat das Landestheater Detmold gestern im Konzerthaus einen echten Knaller gelandet – eine „coole Geschichte“, wie viele kleine Zuschauer aus den ersten drei Klassen der Pyrmonter Grundschulen am Morgen begeistert urteilten. Aus dem seit mehreren Generationen bekannten Märchen haben Regisseur Oliver Trautwein und das Ausstattungsteam Günther Säbel (Bühnenbild) und Torsten Rauer (Kostüme) eine turbulente, ideenreiche und absolut witzige Inszenierung gezaubert, die auch sprachlich modern ist, sich aber das Märchenhafte bewahrt und dem Geschmack der heutigen Kinder entspricht, wie an den Reaktionen unschwer zu erkennen ist. Und weil die Aufführung nur so von komischen Einfällen sprüht und die Figuren originell angelegt und kostümiert sind, gibt es für die Kinder viel zu lachen und zu kommentieren.

Als dann auch noch eine echt aussehende Kanone in den Saal gerollt wird, mit der Peterchen und sein Maikäfer-Freund vom Sandmann auf den Mond geschossen werden sollen, steigt der Geräuschpegel im Parkett deutlich an. Vorsichtshalber halten sich einige Kinder dann aber doch die Ohren zu – man kann ja nie wissen, wie laut es gleich knallt!

Die Darsteller spielen sehr natürlich und wirken selbst in ihrer manchmal übersteigerten Komik überzeugend. Und manche haben mehrere Rollen, so wie Robin Nicolai Krakowski, der den großkotzigen Eismax und den unheimlichen Mann im Mond mimt, oder Sarah Graf, die als Morgenröte glänzt und als kauziges Sandmännchen eine Nummer für sich ist. Auch Stephanie Pardula schlüpft in zwei unterschiedliche Rollen, als Peterchens Schwester Anneliese und als die mächtige Nachtfee.

Peterchen, der abenteuerlustige und hilfsbereite Junge, wird von Adrian Thomser verkörpert, und sein Freund Sumsemann, ein Maikäfer in Menschengröße und mit menschlichen Gefühlen, von Frederic Phung. Beide spielen die Hauptrollen mit Temperament und natürlicher Komik. Mit Musik von Thomas Wolter wird die Geschichte aufgepeppt und mit zusätzlichem Schwung versehen.

Exakt 895 Zuschauer, Kinder aus den Grundschulen, aber auch viele Erwachsene, sahen diese wirklich empfehlenswerte Inszenierung im Konzerthaus und klatschten am Ende den Darstellern auf der Bühne kräftig Applaus.

Ein Song auf der Sternenwiese: Peterchen (Adrian Thomser), Eismax (Robin Nicolai Krakowski), Maikäfer Sumsemann (Frederic Phung, v.li.) und Sandmann (Sarah Graf , vorne) kurz vor der Mondlandung.Theater



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