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Roeder steht KVV Rede und Antwort

Ein Quäntchen Glück braucht die Investorensuche

Bad Pyrmont (uk). Bürgermeisterin Elke Christina Roeder hat eingeräumt, dass bestimmte Vorgaben für die Gestaltung des neuen Wohnbaugebiets „Auf dem Stücke“ an der Erdfällenstraße besser gewesen wären. „Das war aber politisch nicht gewollt“, gab sie Auskunft. Bei der Sitzung des Kur- und Verkehrsvereins war aus Reihen der Mitglieder Kritik daran laut geworden, dass dieses von der Stadtsparkasse vermarktete Baugebiet nicht den Zielen des gerade beschlossenen städtebaulichen Gesamtkonzeptes entspricht.

veröffentlicht am 22.04.2010 um 19:22 Uhr
aktualisiert am 05.11.2016 um 13:21 Uhr

E. C. Roeder
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„Für dieses Konzept sehe ich schwarz“, so KVV-Mitglied Ludwig W. Güse. Der Bauingenieur vermisst einige Mindestvorgaben. „Damit hätte man ein Zeichen setzen können, denn Wildwuchs und schlechte Beispiele gibt es in Bad Pyrmont leider schon genug.“

Stadtentwicklung unter dem Blickwinkel von Hotellerie und Handel war das Thema der Bürgermeisterin, die aus dem Gesamtkonzept vortrug, das Visionen bis ins Jahr 2050 entwickelt, sich mit Fragen wie der Stärkung Bad Pyrmonts als Kurort, aber auch als Wohnort für Ältere und Jüngere befasst. „,Wollen wir Kurort bleiben? Wollen wir uns zum Wellnessort entwickeln?‘, selbst diese Fragen haben wir uns gestellt“, so Roeder.

Doch leerstehende Pensionen und Hotels müssen erst einmal wieder ans Netz gebracht werden. Und das ist ein schweres Geschäft für die Wirtschaftsförderung im Rathaus, wie die Bürgermeisterin (ebenso wie ihre Vorgänger) erfahren musste. Allerdings wird diese Aufgabe bekanntlich von der Kämmerei unter der Leitung von Eberhard Weber miterledigt.

Doch was tun gegen den akuten Leerstand zum Beispiel in der Schlossstraße, einer der ersten Kuradressen Bad Pyrmonts? Die Erwartungen mancher Eigentümer an Rat und Verwaltung sind hoch. „Gibt es Überlegungen, Investoren und Betreiber zu finden?“, wollte etwa KVV-Schatzmeister Werner Lange wissen. Von schwierigen Gesprächen berichtete Roeder, von Mindestzeiträumen für die Suche von drei bis fünf Jahren und von Interessen von Eigentümern, die sich oft nicht mit realistischen Möglichkeiten decken. Trotzdem: „Es ist Aufgabe von Rat und Verwaltung, jemanden zu suchen, der in dieser Stadt investiert. Das kommt uns allen zugute“, betonte Ludwig Güse. „Das machen wir auch“, versicherte die Bürgermeisterin. „Wir haben viele Gespräche geführt, aber es gehört auch immer ein Quäntchen Glück dazu.“

Und es gehört auch Geld dazu, denn hat ein Hotel einen neuen Eigentümer gefunden, dann muss der Betrieb neu konzessioniert werden. Und das kann teuer werden, denkt man alleine an die Brandschutzauflagen. Wie man das hinbekommen könne, wurde Roeder gefragt. „Die Politik kann das nicht lösen“, klärte sie die Fragesteller auf. „Die Auflagen kriegen wir nicht weg – und das macht auch Sinn“, betonte sie, gab aber zu bedenken, dass manche der notwendigen Maßnahmen über mehrere Jahre gestreckt werden könnten, um die finanzielle Belastung nicht zu groß werden zu lassen. Und auch bei der Suche nach Fördermöglichkeiten könne die Stadt helfen.

Das müsse dann am besten auch in ein Gesamtkonzept einbezogen werden, lautete die Antwort aus der Versammlung. Noch eine Aufgabe für Roeder und ihr Team.

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