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Stadtoberamtsrat, Stadtführer, Trompeter und engagierter Denkmalpfleger: Kurt Lindhorst wird heute 90 Jahre alt

Ein Pyrmonter Urgestein mit Hagener Wurzeln

Bad Pyrmont. „’s ist schlimm, wenn man alt wird“, über das Alter spricht, „aber schlimmer ist es, man wird es nicht!“ Dies ist eine Weisheit des Komödianten Heinz Erhardt, den Kurt Lindhorst verehrt und oft zitiert. Nun bestätigt der ehemalige Stadtoberamtsrat diese Weisheit auf seine eigene Weise und kann das Pyrmonter Urgestein mit Hagener Wurzeln heute bei bester Gesundheit seinen 90. Geburtstag feiern, begleitet und immer unterstützt durch seine Ehefrau Elfriede.

veröffentlicht am 14.04.2015 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 29.10.2016 um 18:21 Uhr

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Zwei Tage vor seinem 14. Geburtstag erschien Kurt Lindhorst bei der Stadtverwaltung Bad Pyrmont, um seinen Dienst als Lehrling für 25 Reichsmark im Monat anzutreten und wurde dem Bauamt zugeordnet. Es folgten Krieg und Gefangenschaft, doch konnte er danach seine Laufbahn bei der Stadt fortsetzen.

Immer schon war Kurt Lindhorst ein kreativer Mensch, und besonders die Musik hatte es ihm angetan. Geprägt durch seinen Vater, lernte Kurt schon früh die Trompete, spielte bei Festen und Jubiläen. Als er 1992 mit Otto Dohse in dessen Schloss-Weinstuben ins Gespräch kam, war das Trompeten-Duo „Otto und Kurt“ geboren, das viele Jahre mit Erfolg auftrat. Und er kann es nicht lassen: Immer noch gibt er in der „Spelunke“ Proben seines Repertoires.

Die 90 Jahre sieht man dem Geburtstagskind nicht an. Ihm, der bis vor wenigen Jahren in Bad Pyrmont eine noch ganz andere Institution darstellte. Da ging er als Stadtführer mit Charme, Witz und profunder Kenntnis seiner weiteren Profession nach. Vielen Interessierten hat er Bad Pyrmont nahegebracht, doch ist er darüber hinaus ein wandelndes Archiv mit einem blendenden Gedächtnis. Das kam dem Autor mehrerer Bücher zugute, als er noch in hohem Alter die Gefallenen der beiden Weltkriege aus der Namenlosigkeit holte. Sein Engagement für die Denkmalpflege und das beharrliche Eintreten gegen das Vergessen führte zu zahlreichen Infoschildern an Denk- und Ehrenmalen, zu einem besonderen Buch zum Thema und einer Gedenktafel auf dem Oesdorfer Friedhof. Dafür wurde er jüngst mit der Theodor-Heuss-Medaille ausgezeichnet.

Kurt Lindhorst hat noch einiges zu tun. Doch wie man den umtriebigen Senior kennt, wird er da nicht lockerlassen. Herzlichen Glückwunsch, Kurt Lindhorst!ar

Trompete spielt Kurt Lindhorst auch heute noch gerne.ar



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