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CDU zeigt sich von einem zusätzlichen Planer für das Humboldt-Gymnasium bislang wenig begeistert

Ein Projektsteuerer für den Projektsteuerer?

Bad Pyrmont. Wenn davon die Rede ist, dass die Planungen für das Humboldt-Gymnasium ruhen, dann schrillen bei der Pyrmonter CDU-Fraktion sämtliche Alarmglocken. So geschehen, als die Vorlage bekannt wurde, die die Stadtverwaltung jetzt für die jüngste Bauausschusssitzung veröffentlicht hatte. Grund für die ruhende Planung: Es müsse zunächst ein Projektsteuerer verpflichtet werden, „der erforderlich ist, weil das Baudezernat diese Leistung nicht abdecken kann“, wie es dort wörtlich heißt.

veröffentlicht am 07.02.2014 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 01.11.2016 um 19:21 Uhr

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„Das können wir nicht tolerieren“, machte Udo Nacke für die CDU deutlich und schickte die Frage hinterher: „An welcher Stelle tritt der zusätzliche Planer ein und was soll er jetzt noch steuern?“ In den Reihen der CDU vertritt man grundsätzlich die Auffassung, dass die Stadt mit der SIKMA GmbH einen Projektsteuerer habe. „Steuert der neue Projektsteuerer dann den alten Projektsteuerer?“, wollte Körtner wissen und: „Gibt es dadurch Verzögerungen?“

„Nein“, beantwortete Bürgermeisterin Elke Christina Roeder kurz und bündig. In öffentlicher Sitzung wollte sie sich aber nicht über die Frage äußern, warum denn ihr Baudezernat nicht in der Lage sei, die Aufgabe eines Projektsteuerers zu leisten, der die Aufgabe eines Bauherren übernehmen solle. Sie bekräftige lediglich, dass auch die SIKMa kontrolliert werden müsse, um den Kostenrahmen und die Zeitplanung sicherzustellen. Unkommentiert ließ sie die Feststellung von Nacke, dass die SIKMa nach dem bisherigen Plan schon Ende Januar einen Generalunternehmer für den Neubau ins Boot holen wollte.

In den Reihen der SPD zeigte man sich über das Verhalten der CDU dennoch verwundert. „Ich dachte, wir waren uns einig, dass wir einen Projektsteuerer brauchen“, stellte Hans-Herbert Webel fest und berief sich auf ein interfraktionelles Abstimmungsgespräch im Dezember. „Dabei ging es hauptsächlich um den Haushalt“, widersprach Lars Diedrichs (CDU). Offen ist, wie sich die Christdemokraten nun in der Frage endgültig positionieren wollen. Die ursprünglich geplante Verpflichtung des Pyrmonter Bauingenieurs Josef Freitag als Projektsteuerer wurde ohne Beschlussempfehlung an den kommende Woche tagenden Verwaltungsausschuss weitergereicht. Bis dahin will sich die CDU positionieren. „Wir werden alles unterstützen, was das Projekt nicht verzögert“, betonte Nacke. Diedrichs wies im Nachgang darauf hin, dass die Meinungen in der Fraktion sehr unterschiedlich seien. Er persönlich tendiere aber dazu, den von der Verwaltung vorgeschlagenen Schritt mitzugehen.uk



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