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Senioren Union regt Erinnerung an Fürst Georg Friedrich zu Waldeck und Pyrmont an

Ein Platz für den Begründer des Bades

BAD PYRMONT. Wenn es nach der Senioren Union geht, dann wird aus dem Platz unterhalb der Stadtkirche von Bad Pyrmont der „Georg Friedrich-Patz“ samt Gedenkstein, der an Fürst Georg Friedrich zu Waldeck und Pyrmont erinnert. Einen entsprechenden Vorschlag hat der Vorsitzende Werner Lange Bürgermeister Klaus Blome unterbreitet.

veröffentlicht am 03.04.2019 um 17:45 Uhr
aktualisiert am 03.04.2019 um 19:20 Uhr

Georg Friedrich von Waldeck (1620–1692) auf einer zeitgenössischen Darstellung mit dem Großkreuz des Johanniterordens.
Hans-Ulrich Kilian

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Hans-Ulrich Kilian Redaktionsleiter Bad Pyrmont zur Autorenseite
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„In letzter Zeit sind mehreren Persönlichkeiten Straßen- und Platznamen gewidmet worden, die wenig mit Pyrmont zu tun haben. Fürst Georg Friedrich hat die Infrastruktur für den Kur- und Badeort geschaffen, die noch heute erkennbar sein“, begründet Lange den Vorstoß der Senioren Union. Der Generalfeldmarschall und holländische Generalkapitän wurde im Jahr 1664 alleiniger Landesherr und Regent der Grafschaft Pyrmont.

Mit Fürstbischof Ferdinand von Fürstenberg und dem Domkapitel schlossen er und seine Verwandten am 14. März 1668 den „Pyrmonter Hauptvergleich“, wonach die Stadt Lügde Paderborn zufiel und der übrige Teil der Grafschaft bei Waldeck verblieb. „Das Pyrmonter Ankerkreuz ist damals in das Paderborner Bischofswappen aufgenommen worden und ziert noch heute den erzbischöflichen Wappenschild“, berichtet Lange. Die mit dem Hauptvergleich festgelegte Grenze zwischen Lügde und Pyrmont sei als Landesgrenze zwischen Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen im Wesentlichen beibehalten worden.

Der mittlerweile verstorbene Historiker Dr. Hermann Engel, der sich intensiv mit Bad Pyrmont auseinandergesetzt hat, nannte den Fürsten den bekanntesten und bedeutendsten Vertreter des Waldeckischen Fürstenhauses und einen europäischen Staatsmann, den alle Historiker bei der Untersuchung der deutschen und europäischen Geschichte des 17. Jahrhunderts einbeziehen müssten.

„Zum Jubiläum der Hauptallee im letzten Jahr hätte das besser gepasst“, Werner Lange, Vorsitzender Senioren Union.

Für Lange gibt es genügend Gründe, dass Bad Pyrmont dem Fürsten eigentlich ein großes Denkmal setzen müsste. „Ihm ist es zu verdanken, dass in Pyrmont die noch heute erkennbare Infrastruktur eines Badeortes geschaffen wurde, Pyrmont in den europäischen Adelshäusern bekannt wurde und sich zum Fürstenbad entwickelte. Georg Friedrich gilt deshalb als Begründer des Bades Pyrmont“, so der Vorsitzende der Senioren Union, der nun hofft, dass seine Anregung im zweiten Anlauf Erfolg hat, auch wenn das Jubiläum 350 Jahre Hauptallee im vergangenen Jahr besser gepasst hätte. „Die Stadt hat sich aber damit nicht befasst, sondern andere Personen geehrt“, heißt es im Brief an Bürgermeister Blome.



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