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Noch ein Ehrenamt: Warum der Pyrmonter Arzt die neue, berufsfremde Herausforderung gern annimmt

Ein Mediziner am Finanzgericht: Dr. Zimny wird Richter

Bad Pyrmont (jl). Über Langeweile kann Dr. Hans-Hermann Zimny eigentlich nicht klagen. Denn der Pyrmonter Allgemeinmediziner behandelt nicht nur seine Patienten in der Praxis. Er versorgt zudem als Palliativmediziner Schwerstkranke, ist Lehrbeauftragter für Allgemeinmedizin, Vorsitzender der fast 280 Kollegen zählenden Ärztekammer sowie des Pyrmonter Ärztevereins und Reserve-Oberst der Bundeswehr. Und nun nimmt der 61-Jährige noch ein neues und obendrein völlig berufsfremdes Ehrenamt an: Er wird Richter am Landesfinanzgericht in Hannover.

veröffentlicht am 24.08.2011 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 04.11.2016 um 11:41 Uhr

Dr. H.-H. Zimny
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„Als ich aus meinem Grönland-Urlaub zurückkam, hatte ich ein Schreiben des Gerichtspräsidenten im Briefkasten“, erzählt Dr. Zimny über die Berufung, die ihn dann doch überraschte.

Zwar hatte vor eineinhalb Jahren mal ein Justiziar des Gerichts Zimnys mögliches Interesse an dem Amt sondiert, das traditionell stets mit einem Arzt besetzt wird. Aber danach hörte er nichts mehr aus Hannover. Bis jetzt.

Seine Entscheidung für den ehrenvollen Nebenjob fiel Zimny nicht schwer, denn er reizt ihn – auch zwecks Gehirnjogging. „Da benutze ich Hirnareale, die sonst brachliegen“, sagt er – und schätzt den Zeitaufwand als machbar ein: „Das werden wohl um die zehn Verhandlungen im Jahr.“ Seine Praxis müsse dann eben einmal im Monat dicht bleiben.

Bevor er im September die Berufungsurkunde erhält, arbeitet er sich nun erst einmal ins Thema ein. Und mit Blick auf die Arbeitsfelder des mit vier Profi-Richtern und ihm als Fünftem besetzten 5. Senats – Einkommens- und Umsatzsteuer – hofft er: „Dann verstehe ich manche Dinge besser.“

Dass der Senat unter 35 000 Medizinern im Land gerade ihn für das Amt ausgeguckt hat, empfindet er durchaus als Ehre. Die Grundbedingung erfüllt er ganz offenbar. „Man muss einen wirtschaftlich erfolgreichen Betrieb führen“, hat er erfahren. Und dass er unbescholten sein muss, versteht sich von selbst. „Sie hatten eineinhalb Jahre Zeit, um mich zu durchleuchten.“



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