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Ehrentafeln am Haus Altenaustraße 7 in Bad Pyrmont erinnern an berühmte Bewohner

„Ein lebendiges Gedächtnis der Stadt“

Bad Pyrmont. Das Haus Altenaustraße 7 fällt ins Auge, und nicht nur auf den ersten Blick ist es ein ungewöhnliches Gebäude. Vier bedeutende Persönlichkeiten haben zeitweise hier gelebt, ein Baumeister, ein Poet, ein Musiker und ein Philosoph. Jetzt erinnern Tafeln an diese prominenten Bewohner des Hauses.

veröffentlicht am 07.02.2016 um 14:59 Uhr
aktualisiert am 27.10.2016 um 16:41 Uhr

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Autor:

Karin Heininger
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Ein musisches Haus, das heute Sitz des Vereins „Pyrmonter Salon“ ist. Und der hat unter Führung der Vorsitzenden Luisa Islam-Ali-Zade mit Erinnerungstafeln die Bedeutung des Wohnsitzes ins öffentliche Bewusstsein gerückt.

„Dies Haus ist ein lebendiges Gedächtnis der Stadt, und wir sind glücklich darüber, dass es nun für jedermann sichtbar wird“, betonte Bürgermeister Klaus Blome, als er gemeinsam mit den Bewohnern Luisa Islam-Ali-Zade und ihrem Mann Frank Maier die Tafeln enthüllte, die individuell künstlerisch gestaltet sind und so die jeweilige Bedeutung der Geehrten hervorheben.

Während einer Feierstunde im Salon des Hauses erfuhren die geladenen Gäste mehr über diese Menschen. Über den jüdischen Gelehrten und Philosophen Moses Mendelssohn (1729-1786), der 1773 erstmals als Kurgast in der Altenaustraße 7 bei dem Kaufmann und Amtmann Schwartz logierte. Dort lebte in seiner Kindheit auch der in Holzhausen geborene, später vor allem durch einen Entwurf für den Berliner Reichstag bekannt gewordene Architekt und Baumeister Friedrich Gösling (1837-1899), der maßgeblich in Bad Pyrmont wirkte und das Haus nach dem frühen Tod seines Vaters erbte. Beide Persönlichkeiten wurden von dem Heimatforscher Manfred Willeke vorgestellt.

Der Kunstkritiker Clauspeter Koscielny widmete sich dem „Dichterprinzen“ Emil von Schönaich-Carolath (1852-1908), der von 1900 bis 1903 mehrere Kuraufenthalte in diesem Haus verbrachte, sowie Fritz Busch (1890-1951), der als junger Dirigent zwei Jahre das Pyrmonter Kurorchester leitete und hier Musikgeschichte schrieb.

Eingebettet waren diese Biografien in eine konzertante Darbietung. „Auf den Flügeln des Gesanges“ entführte Luisa Islam-Ali-Zade gemeinsam mit der Pianistin Kateryna Troyitska und dem Violinisten Stephan Gimenez in die Zauberwelt der Musik, sang mit ihrem ausdrucksvollen, variationsreichen Mezzosopran Lieder von Felix und Fanny Mendelssohn-Bartholdy und Ludwig van Beethoven, stellte Neuentdeckungen vor und weckte mit venezianischer Musik und Mozart-Arien schöne Leichtigkeit und italienische Lebensfreude, passend zum Karneval.



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