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Pia Wagner will und kann nur den Anstoß für einen dauerhaften „Kunstraum“ geben

Ein Kulturforum für zwei Monate

Bad Pyrmont. Ein Mann sucht verzweifelt seinen Ehering, ein Zirkusclown wird ermordet, und ein Liebespaar fetzt sich vor dem Bahnhofsklo: Die Themen und Situationen beim Improvisationstheater sind bunt wie das Leben selbst. Mit vielen heiteren, dramatischen, romantischen oder auch skurrilen Szenen, hervorragend gespielt von der Theater AG des Humboldtgymnasiums, wurde am Samstagabend ein „Kreativraum“ eingeweiht, der für zwei Monate den Jugendlichen Pyrmonts zur Verfügung stehen wird.

veröffentlicht am 03.12.2013 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 02.11.2016 um 05:21 Uhr

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Autor:

Karin Heininger
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„Kreativraum-Jugend macht Kunst“ lautet das Motto eines Projektes, das die in Bad Pyrmont aufgewachsene Kultur-Studentin aus Potsdam, Pia Wagner, angeschoben hat. Ein leer stehender Laden in der Lortzingstraße 13 wurde von Wagner und ihrem Verein „Wir machen Kunst e.V.“ in Kooperation mit dem Jugendparlament und der Malschule Anschula Pydd für zwei Monate angemietet. „Kultur zum Anfassen“ soll dort über die Bühne gehen, und Pia Wagner möchte damit den Jugendlichen der Stadt einen nicht nur örtlich gemeinten Raum zum Mitgestalten schaffen.

Weil die Studentin selbst ein Auslandssemester plant und sich danach auf den Abschluss ihres Studiums konzentrieren wird, kann sie nach eigener Aussage nur den Anstoß geben. „Ich kann zwar Strukturen schaffen und werde auch nach Ende der zwei Monate eine offene Diskussion anbieten. Aber dann sollten sich entweder Politiker, Schulen oder vielleicht auch Privatpersonen darum kümmern, den Jugendlichen ein Forum für ihre Kulturarbeit zu geben.“

Am Samstagabend ging es aber erst einmal um die Einweihung des Kreativraumes. Die Besucher, vor allem Jugendliche, aber auch Eltern und Lehrer, saßen vor einer erhöhten Bühne. Pia Wagner als Spielemacherin zählte aus: „3,2,1- los“, und der Spaß begann. Das Publikum bestimmte durch Zurufe Ort oder Situation des Geschehens, die Akteure bauten daraus ihre Szenen, mussten ausgewählte Requisiten mit verwenden, manchmal auch durch Mitwirken ihrer Partner dem Spiel eine völlig andere Richtung geben oder auf Zuruf in eine ganz neue Situation springen. Da war neben dem darstellerischen Vermögen höchste Konzentration gefragt, aber auch Schlagfertigkeit Witz und Phantasie. Joel Bose, Jana Brix, Carlotta Gimenez, Fabienne Brix, Sophie Heap, Gloria Heinke, Viktoria Mordaschew, Sophia Ritterbusch, Chiara Tillmann und Julia Wiedel lieferten ein komödiantisches Feuerwerk ab, das für ein Schultheater ein erstaunliches darstellerisches Niveau hatte.

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  • Pia Wagner

Gemeinsam mit Gloria Heinke, Jana Brix, Clara Niemann und Hanna Grondmann, die auch für die Verbindung zum Mitveranstalter Jugendparlament sorgen, bereitet die Studentin weitere Projekte vor: Eine Ausstellung von Bildern junger Kunsttalente am 7. und 8. Dezember, eine Foto-Ausstellung zum Thema „Glück“ am 15. Dezember, ein Last-Minute-Geschenke-Basteln am 21. Dezember, Wichteln mit Kunst-Objekten am 22. Dezember und eine Open-Stage-Veranstaltung für junge Bühnentalente am 28. Dezember.



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