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Was Musikschul-Dozenten zeigen, wenn sie als Künstler auf der Bühne stehen

Ein Konzert mit Kult-Charakter

Bad Pyrmont. Erst neulich hatten die Dozenten und Dozentinnen der Musikschule ein Konzert ihrer Schützlinge im Rathaus betreut, wobei sie selbst nur im Hintergrund tätig waren. Nun zeigten sie – unbelastet von pädagogischer Verantwortung – ihr Können als kreative Künstler musizierend, singend und tanzend auf der Bühne des voll besetzten Kurtheaters. Und das 15. „Von Bach bis Blues“-Konzert wurde erneut seinem Kult-Charakter gerecht: Ebenso anspruchsvoll wie unterhaltsam wechselte das Repertoire zwischen Klassik und Pop und ließ den 20 Mitwirkenden Raum zur persönlichen Entfaltung. Das Programm zeigte aber auch: In der Musikschule wird instrumentales Zusammenspiel groß geschrieben; und die Soli sind meist eingebunden in ein lebendiges Miteinander.

veröffentlicht am 15.12.2015 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 28.10.2016 um 00:41 Uhr

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Autor:

Karin Heininger
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Wie bei Arndt Jubal Mehring, Flöte, und Kateryna Troyitska, Klavier, die dem ersten Teil des Konzerttitels mit zwei Sätzen aus einer Bach-Suite aufs Beste gerecht wurden. Auch im folgenden Programm griff der Musikschulleiter nicht nur zu seiner Querflöte, sondern als gut gelaunter Moderator auch zum Mikrofon. Da glänzten Katharina Rundfeldt, Violine, und Edelgard Vitzthum, Klavier, mit dem Allegro aus der Sonate F-Dur von Ludwig van Beethoven in teils zartem, teils dynamischem Zusammenspiel, da ließen Olga Chirita und Lydia Wasmann im Krakowiak und Walzer von Michael Glinka 20 flinke Finger über die Tasten tanzen.

Stephan Gimenez spielte virtuos eine Variation der „Roten Violine“ von John Corigliano, Helga Müller-Seidlitz, Viola, und Olga Chirita, Klavier, bezauberten mit Antonin Dvoraks „Humoresque“, und mit „Lied, Begegnung und Gavotte“ von David Popper bewiesen Monica Mühleise, Violoncello, und Edelgard Vitzthum, Klavier, den Reiz dieser instrumentalen Partnerschaft. Dass zum Repertoire auch das Tanzen gehört, zeigte Ballettlehrerin Patricia Struffolino in der gefühlvollen „Vocalise“ zur Musik von Sergej Rachmaninow. Ausdrucksstark interpretierte Mariel Voorzaat, Leiterin der Ballett-Klassen, Georg Kreislers trauriges Lied der „Lola Blau“.

Nach der Pause weihnachtete es sehr – besonders, als Mehring zusammen mit Kateryna Troyitska und Piotr Techmanski, Klarinette, seine eigene heitere „Fantasie über Weihnachtslieder in Form einer Sonate“ darbot. Und auch die amerikanische Komposition „Frosty the snow man“ hatte Mehring als neue Weihnachts-Produktion der „Pyrmont Pops“ für sich, Katharina Rundfeldt, Monica Mühleise und Andreas Vogt, Schlagwerk, eingerichtet. In diesem zweiten Programmteil, bei dem Zbigniew Watorowski mit seiner Trompete für Schmunzeln bei den Zuhörern sorgte, ging es locker mit modernen, überwiegend englischen Musiktiteln zu. Nur einmal erklang leise das deutsche Lied „Stille Nacht“.

Eindrucksvoll: Patricia Struffolino tanzt Rachmaninows „Vocalise“.

Einige Dozentinnen wurden mit einem walisischen Gospel zum a-cappella-Chor, Techmanski spielte seinen Blues „Saint Nicholas in Memoria“, begleitet von einigen Kollegen, und am Ende versammelten sich auf der Bühne alle Mitwirkenden zu Zine Tabets Song „Santa Claus in town“, den Mehring ganz frisch für das Ensemble arrangiert hatte. Ein starkes Team, das zu Recht viel Applaus bekam.



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