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Zwei Projekte stehen auf der Kippe

Ein Jahr ohne Sonderschauen im Pyrmonter Schlossmuseum?

BAD PYRMONT. Wie geht’s eigentlich weiter mit dem Programm 2018 im „Museum im Schloss“– jetzt, wo klar ist, dass dessen Leiterin Vanessa Heitland die Kurstadt Ende Mai in Richtung Schwarzwald verlässt? Welche Sonderausstellungen können dann überhaupt stattfinden? Und welche stehen auf der Kippe?

veröffentlicht am 14.02.2018 um 21:01 Uhr

Aktuell stehen zwei von drei für 2018 geplanten Sonderausstellungen „in den Sternen“, wie Bad Pyrmonts Noch-Museumsleiterin Vanessa Heitland auf Anfrage erklärt. Foto: jl
Juliane Lehmann

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Juliane Lehmann Reporterin zur Autorenseite
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„Die Ausstellung ,Floating‘ werde ich noch bis zum Ende begleiten, bestätigte Heitland am Mittwoch ihre Aussage vom Vortag. Die Schau mit Arbeiten von Anastasiya Nesterova und Yuko Kaseki läuft vom 8. März bis 27. Mai.

Die beiden weiteren 2018er-Schauen, die Heitland bereits im November beim Dämmerschoppen des Museumsvereins angekündigt hatte, „stehen in den Sternen“, wie die Museumschefin gestern auf Anfrage erklärte.

Absolut ungewiss ist vor allem die für den Sommer avisierte Ausstellung mit Arbeiten des Hamelner Künstlers Reinhard Lange (1938 bis 2017). „Da habe ich zwar eine mündliche Zusage, dass die von mir ausgesuchten Bilder zur Verfügung stehen“, so Heitland. Da Langes Nachlass aber noch nicht freigegeben sei, sei die Angelegenheit bisher nicht abschließend geklärt. Hinzu kommt, dass die Museumsleiterin diese Schau nicht mehr kuratieren kann, wie ursprünglich geplant. „Eine kuratorische Tätigkeit ist dort aber vonnöten“, betont sie. Das betreffe zum Beispiel das Konzept, die Ausstellungseinrichtung, aber auch die Einführungsrede oder die Kuratorenführungen.

Etwas einfacher könnte die Werkschau des Cartoonisten und Malers Til Mette zu realisieren sein. Denn für die steht laut Heitland ein externer Kurator bereit. Ob die Ausstellung durchgeführt werden, sei aber letztlich eine Entscheidung der Stadt. Das bestätigt der Vorsitzende des Museumsvereins, Klaus-Henning Demuth. Er ist aktuell dabei, einen Brief an Bürgermeister Klaus Blome zu schreiben. In dem will er nach eigener Aussage vor allem darauf hinwirken, dass die in der Regel für vakante Posten geltende sechsmonatige Widerbesetzungssperre für die Museumsleitung nicht greift, denn: „Im Rathaus gibt es keinen Vertreter, der Frau Heitlands Arbeit übernehmen könnte.“ Demuth ist überzeugt: „Auch ohne die Sperre wird die Stelle vor dem Herbst nicht zu besetzen sein.“ Gehe zu viel Zeit ins Land, „haben wir ein Jahr ohne Sonderausstellungen. Das wäre sehr schade.“

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