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Anbieter stellen ihre Angebote vor

Ein Huhn als Therapeut beim Pflegeforum

Bad Pyrmont (Hei). Einen Beitrag zur Zukunftsplanung für die Stadt von morgen nannte Bürgermeisterin Elke Christina Roeder das erste Pyrmonter Pflegeforum in der Wandelhalle. Als Vorreiterin für die demografische Entwicklung biete Bad Pyrmont den Bedürfnissen heutiger und zukünftiger Senioren schon jetzt eine gerechte Teilhabe am Angebot der Gemeinschaft. Die Schirmherrin der Veranstaltung begrüßte ausdrücklich den geplanten Leitfaden für alle Pflegeeinrichtungen in der Stadt.

veröffentlicht am 01.11.2009 um 19:00 Uhr
aktualisiert am 06.11.2016 um 10:41 Uhr

M. Wyrwoll
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Stationäre und ambulante Anbieter stellten sich bei diesem Forum erstmals gemeinsam vor, und auch der Seniorenbeirat war an der Planung des Arbeitskreises maßgeblich beteiligt. Beirats-Vorsitzender Hans Georg von Bodecker wies auf die Charta der Rechte hilfsbedürftiger Menschen hin, in der die Würde des Einzelnen und das Recht auf Pflege verbindlich festgeschrieben wurde. Nils Ackermann (Haus am Moorteich), der neben Peter Middel (m&i-Fachklinik) und Marco Kuhn-Schönbeck (Kursana) das Forum organisierte, betonte, dass mit dieser Veranstaltung die Umsetzung der Charta vorangetrieben werden solle.

Viele Besucher informierten sich über die verschiedenen Angebote der Kurzzeit- und Dauerpflege, über das medizinisch-therapeutische Angebot ebenso wie über das Leben in der Gemeinschaft. Wie dieses umgesetzt werden kann, veranschaulichte das Haus am Moorteich vor Ort: In einem Gehege tummelten sich die zutraulichen Zwerghühner Elfriede und Puck und das Kaninchen Findus. Irene Kessemeier, zusätzlich dafür ausgebildete Sozio-Therapeutin, schilderte den Besuchern, wie positiv sich die tierischen ,,Co-Therapeuten“ auf das seelische Befinden der Hausbewohner auswirken.

Nicht grundsätzlich negativ, aber doch skeptisch, bewertete Hameln-Pyrmonts Heimaufsicht-Experte, Michael Wyrwoll, die seit einiger Zeit vorgeschriebenen Qualitätsprüfungen, die indes nur Durchschnitts-Bewertungen seien, zu wenig Transparenz vermittelten und kaum Schlussfolgerungen zuließen. In den Prüfungsberichten werde zu wenig differenziert, so könnten Mängel zum Beispiel in der Pflege durchaus aufgewogen werden durch eine positive Atmosphäre des Hauses. Dieser Umstand wurde auch in der Diskussion kritisiert, weil dadurch Angehörige besonders hilfsbedürftiger Bewohner keinen Einblick in die tatsächliche pflegerische Leistung einer Einrichtung bekämen.

Tiere als Co-Therapeuten sollen für das Wohlgefühl der Heimbewoh
  • Tiere als Co-Therapeuten sollen für das Wohlgefühl der Heimbewohner sorgen. Fotos: Hei

Dass der Umgang und das Zusammenleben mit pflegebedürftigen alten Menschen nicht nur eine Belastung, sondern auch eine Bereicherung sein kann, erzählt die Schauspielerin und Autorin Ilse Biberti in ihrem Buch ,,Das Alter kommt auf meine Weise“. Sie beeindruckte ihre Zuhörer als starke, humorvolle Frau, die mit kritischem Verstand, aber auch mit viel Empathie das Thema beleuchtete. Eine musikalische Umrahmung mit einem Trio der Musikschule und ein heiterer Vortrag von Jörg Schade über die Freuden und Leiden der späten Jahre rundeten das Programm des Forums ab.

Ein Thema, das weniger berücksichtigt wurde, waren die Heimbeiräte. Hierfür wünschte sich Hans Georg von Bodecker verstärkten Einsatz von Außenstehenden, zum Beispiel der Angehörigen, als Schiene zwischen Bewohner und Verwalter.



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