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Pyrmonter Tafel profitiert vom Spendenaufruf des Norddeutschen Rundfunks

Ein gesichertes Fundament

Bad Pyrmont. „Wir können froh sein, dass wir dank der guten Arbeit von Gabriele Alder mit insgesamt 6300 Euro von der NDR-Spendenaktion im Jahr 2013 zugunsten niedersächsischer Tafeln profitieren konnten. Damit stehen wir finanziell abgesichert da und müssen nicht, wie bereits andere Tafeln, um unsere Existenz bangen, weil laufende Positionen nicht mehr bezahlt werden können“, führte der Vorsitzende Volker Schmidt anlässlich der Jahresversammlung aus.

veröffentlicht am 23.04.2014 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 01.11.2016 um 08:21 Uhr

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Autor:

von Klaus Titze
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Adler ergänzte, dass dieses aus der Spendenaktion erlangte Geld lediglich projektgebunden zur Verfügung stehe. Sie habe für die Bad Pyrmonter Tafel Projekte für Intervall- und Unterhaltungskosten, für Hygienemaßnahmen und zur Förderung der Ehrenamtlichkeit beantragt, so Adler. In Letzteres wolle sie auch den Aufbau einer zukünftigen Supervision für die Mitarbeiter eingebunden sehen, damit die Ehrenamtlichen ihre Erfahrungen im Alltag der Tafelarbeit verarbeiten können.

Zu einem Vertrauen in die gemeinschaftliche ehrenamtliche Arbeit hat der Vorstand offenbar auch allen Grund. Kann er doch laut Schmidt auf einen aktiven Personalkörper von Mitgliedern bauen, die sich nicht nur allwöchentlich für die wiederkehrend notwendigen Sortier-, Verpackungs- und Ausgabearbeiten bereitfinden, sondern auch mit Anwesenheit bei der Jahreshauptversammlung beweisen, dass sie ein großes Interesse an dem Fortbestand dieser Einrichtung haben. Genauer betrachtet ist es schon beachtlich, was diese Menschen in ihrer Freizeit an Engagement, Wissen und zupackender Tätigkeit mit eigenen Händen einbringen. Denn die Tafel lässt sich durchaus mit einem kleinen Unternehmen vergleichen.

„Dies geschieht alles mit unbezahlter, freiwilliger Arbeit für Menschen, die unsere Unterstützung brauchen“, machte Malte Möller, als Gründungsmitglied nahezu Dauerteilnehmer und äußerst interessiert am Fortbestand der Tafel, deutlich und forderte ein: „Statt Misstrauen und Diskriminierung sollte diesen helfenden Menschen mehr Dank und Anerkennung entgegengebracht werden, insbesondere auch von politischen und städtischen Vertretern, denn so manches Mal stehen die Frauen den ganzen Tag hier und kümmern sich um alle erforderlichen Dinge.“

„Derzeit haben wir einen Mitgliederbestand von 48“, sagte Schmidt und schilderte weiter: „An einem Ausgabetag können wir meist bis zu 120 Personen zählen, die sich hilfesuchend anstellen und von uns zuvor zusammengestellte Warenpakete erhalten. Und das sind gute Lebensmittel. So ein Paket kann durchaus einen Warenwert von 40 bis 50 Euro ausmachen, das die Leute dann für einen kleinen Anerkennungsbetrag erwerben.“ Diese bei der Ausgabe eingenommenen Beträge, die Mitgliedsbeiträge und zwei größere Geldspenden einer hiesigen Firma ermöglichten einen einigermaßen sicheren finanziellen Rahmen der Tafel, berichtete Monika Schaub als Verantwortliche für die Kassenführung. Allerdings wünsche sie sich, übereinstimmend mit den anwesenden Mitgliedern, eine größere Spendenbereitschaft aus der Bad Pyrmonter Einwohnerschaft. „Ich bin mir sicher, dass so mancher unsere gemeinnützige Sache mehr unterstützen könnte“, sprach sie allen aus dem Herzen.

Bei der Bad Pyrmonter Tafel soll nun das Internet einziehen. „Das gibt uns innerhalb des internen Tafelnetzes schnellere Informationen über greifbare Warenspenden. Zudem erhalten wir über eine eigene Web-Seite eine weitere Möglichkeit intensiverer Öffentlichkeitsarbeit“, erklärte Schmidt. Insbesondere eine effektive Öffentlichkeitsarbeit war innerhalb der Versammlung ein strittiges Thema und dürfte noch für reichlich Diskussionsstoff sorgen.

Der Vorsitzende Volker Schmidt mit seiner Stellvertreterin Brigitte Schrank (links) und Monika Schaub

vom Vorstand.ti



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