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Wieder Platz für neue Fundsachen im Pyrmonter Rathaus

„Ein Euro – wer bietet mehr?“

Bad Pyrmont. Es sind nicht die großen Beträge, wie bei den weltbekannten Auktionen. Eher in der Größenordnung unter 50 Euro planen Ersteigerungsbegeisterte in Bad Pyrmont ein, wenn sie sich zu der öffentlichen Fundsachenversteigerung ins Rathaus begeben. Allerdings ist dieser Termin im Frühjahr eher ungewöhnlich, wie Wolfgang Mergel vom Ordnungsamt erklärt. „Wir platzen mit den Fundsachen inzwischen aus allen Nähten. Ansonsten nehmen wir pro Jahr stets einen Termin im Herbst wahr“, begründet er die gestrige Versteigerung.

veröffentlicht am 21.04.2015 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 29.10.2016 um 16:41 Uhr

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Autor:

Klaus Titze
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Bereits kurz nach 15 Uhr drücken sich die ersten Schnäppchenjäger die Nase an der noch verschlossenen Rathaustür platt, um schon einmal einen Blick auf die Sachen werfen zu können, die eine halbe Stunde später unter den Hammer kommen sollen. Dann ist es endlich so weit: Annähernd 40 Personen drängen in das Foyer und schauen sich genauestens vom Fahrrad bis zu den kleinsten Schmucksachen die ausgelegten Gegenstände an.

Erster Austausch zwischen den Interessierten und möglichst anderen nicht zeigen, was man später mit nach Hause nehmen möchte – das ist die Strategie erfahrener Schnäppchenjäger. „Die Versteigerung heute ist eher unspektakulär, weil es nichts Außergewöhnliches gibt“, sagt Mergel. „Wir hatten auch schon mal Kurioses im Angebot, etwa ein halbes Gebiss oder ein Glasauge. Ersteigert wurde auch schon einmal ein verschlossener Koffer, und der neue Besitzer wusste wirklich nicht, was sich darin befand. Also ein regelrechtes Überraschungsei“, erinnert er sich lachend.

Und dann eröffnet Bernd Mecke vom Ordnungsamt als Auktionator die offizielle Versteigerung, indem er auf einen Klapphocker steigt und so einen Überblick über die hoffentlich zahlreich nach oben gehenden Finger zur Anzeige eines Gebotes behält. Ein Fahrrad nach dem nächsten, beginnend bei jeweils einem Euro, wechselt den Besitzer.

Als Erste reißt Elsbeth Schoepgens erfreut die Arme hoch, denn sie hat tatsächlich das Damenrad ersteigern können, das sie sich auch vorher ausgesucht hatte. Dann gehen Brillen als Dutzendware über den Tisch, ebenso wie die meisten Modeschmuckteile. Bei goldenen Ringen überbieten sich Interessierte immer wieder gegenseitig. Die begehrtesten Artikel allerdings sind Fahrräder. Aber auch diverse unterschiedliche Uhren verschwinden in den Beuteln der Ersteigerer.

Mirko Schaffarczyk hat sich für die Versteigerung eigens von seinem Arbeitgeber freistellen lassen. „Ich habe so etwas noch nie mitgemacht und einfach drauflos geboten – ohne vorher zu wissen, was ich eigentlich mitnehmen möchte“, gesteht er freimütig und fügt an: „Es hat mir einfach Spaß gemacht.“ Lachend präsentiert mit ihm auch Anja Tusch ihr neues Gut, ein ersteigertes Fahrrad, das sie für 16 Euro nun ihr eigen nennt. „Ich wäre bis 30 Euro gegangen und so ist dieses Rad für mich schon ein Schnäppchen“, sagt sie und berichtet, schon häufiger eine Fundsachenversteigerung im Rathaus mitgemacht zu haben. „Also eher schon ein Profi“, lächelt sie.

Rund 550 Euro sind am Ende eingenommen worden. Das Geld wird nun in den städtischen Haushalt fließen, wie Mergel betont.

Um den Überblick zu behalten, hat sich Auktionator Bernd Mecke auf einen Tritt gestellt. Rund 40 Schnäppchenjäger nehmen derweil im Foyer des Pyrmonter Rathauses die Fundsachen in Augenschein.

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