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Baumfällungen beendet, aber für Abtransport und Bodenarbeiten bleibt ein Teil des Bergkurparks gesperrt

Ein Drittel der Fichten war krank

Bad Pyrmont. Die Baumfällarbeiten im Bergkurpark sind beendet. Ein Drittel der 200 Rotfichten war laut Staatsbad krank. Die Einnahmen aus dem Holzverkauf reichen möglicherweise nicht nur für die Fällungen sondern auch für die Neugestaltung. Vorerst bleibt das Areal gesperrt.

veröffentlicht am 22.12.2015 um 17:58 Uhr
aktualisiert am 27.10.2016 um 23:21 Uhr

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Autor:

Jutta Neelmeier
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Bad Pyrmont. Im Bergkurpark und im angrenzenden Hirschpark an der Hufelandtherme ist wieder Ruhe eingekehrt. Die vom Staatsbad Pyrmont Mitte November kurzfristig anberaumten Fällarbeiten an den rund 200 zum Teil erkrankten Rotfichten sind beendet. Für Fußgänger gesperrt bleibt der Bereich aber weiterhin, denn Abtransport und Bodenarbeiten werden sich bis ins neue Jahr hinziehen.

Kurdirektor Maik Fischer zeigte sich auf Nachfrage dieser Zeitung sehr zufrieden mit dem Fortgang der Arbeiten. Die erste Phase der aus Sicherheitsgründen notwendig gewordenen Neugestaltung des Bergkurparks – so waren die Arbeiten begründet worden – sei nun bald beendet. Und schon jetzt sei absehbar, dass durch den Verkauf des Holzes die Kosten der Baumfällungen gedeckt und vielleicht sogar ein Teil der Neugestaltung bezahlt werden kann. Grund ist der höhere Anteil an Fichtenholz, das für hochwertige Zwecke verkauft werden kann. Ein gutes Drittel der Bäume sei von Rotfäule befallen gewesen, so Staatsbadgärtnermeister Michael Mäkler. Es hätte aber keinen Sinn gemacht, nur die kranken Bäume zu fällen, weil die gesunden alleine zu wenig Schutz gehabt hätten, betont er.

Als Nächstes stehen der Abtransport der Stämme und des Astwerks sowie die Entfernung des Wurzelwerks durch einen Auftragnehmer des Staatsbades an, der sich auch um den Verkauf des Holzes kümmern wird. Wann genau die vielen Baumstämme per Lastwagen abtransportiert werden können, sei noch offen. Entscheidend sei das Wetter, so Mäkler. Bleibe es weiter feucht und mild, könne man nicht mit schwerem Gerät in den Bergkurpark fahren.

Sobald dies erledigt sei, müssten noch die Waldwege aufgearbeitet werden. Erst dann sieht man beim Staatsbad die Verkehrssicherheit wieder als gegeben an, bis dahin bleiben die Absperrungen also stehen. Fußgängern macht Mäkler aber Mut: Spätestens im März werden Bergkurpark sowie Hirschpark wieder vollständig zugänglich sein.

Die Reaktionen auf die Ankündigung der Baumfällungen vor einigen Wochen waren unterschiedlich. In den sozialen Netzwerken gab es teils heftig Kritik. Spaziergänger zeigten sich später über das Ausmaß der Arbeiten im Bergkurpark bestürzt, der gegenwärtig keinen schönen Anblick bietet, auch wenn es nur um 200 von geschätzten 3000 bis 5000 Bäumen geht. Im Frühjahr werden die gerodeten Flächen eingesät. Wie das Areal langfristig aussehen soll, entscheidet das Staatsbad Mitte kommenden Jahres. Zusammen mit der Gartendenkmalpflege und einem beauftragten Landschaftsarchitekten wird eine Neugestaltung für Jahr 2017 geplant. Doch eins wird es in Zukunft im Bergkurpark nicht mehr geben, das kann Mäkler jetzt schon sagen: Rotfichten. Nadelgehölze werde es geben, aber keine Monokulturen mehr. „Die Situation im Bergkurpark wird sich jedenfalls verbessern“, verspricht er.



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