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Pyrmonter Bergdorf feierte seine 750-jährige Geschichte

Ein Dreivierteljahrtausend Neersen

Neersen. „Neersen, mein schöner Heimatort“, getextet von Anita Köster und im Neersener Festzelt mit Inbrunst nach der Melodie des „Weserliedes“ von allen Anwesenden gesungen, bildete den Abschluss des offiziellen Morgens am Sonntag. Im voll besetzten Festzelt am Dorfteich wollten die Neersener vorher jedoch einen differenzierten Einblick in die 750-jährige Dorfgeschichte bekommen, vorgetragen vom Sohn eines ihrer bekanntesten Bürger, Herbert Schmitmeier junior.

veröffentlicht am 17.06.2013 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 03.11.2016 um 02:21 Uhr

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Da hatten sich aber zunächst zahlreiche Laudatoren das Mikrofon in die Hand gegeben und den kleinen Bergortsteil, der seit 1973 zur Stadt Bad Pyrmont gehört, entsprechend gewürdigt. Ortsvorsteher Willi Brankov konnte n sowohl seine Kolleginnen und Kollegen aus den umliegenden Bergdörfern begrüßen, in einem Grußwort vertreten durch Melanie Brankov-Stein, als auch die CDU-Landtagsabgeordnete Petra Joumaah, Sieglinde Patzig-Bunzel (SPD) in Vertretung für den verhinderten SPD-Landtagsabgeordneten Ulrich Watermann und der CDU-Fraktionsvorsitzende Udo Nacke. Auch Bürgermeisterin Elke Christina Roeder fand noch den Weg auf den Berg.

Einen substanziellen Beitrag lieferte Ottensteins Bürgermeister Manfred Weiner, indem er auf die Notwendigkeit zur guten Nachbarschaft auf der Ottensteiner Hochebene hinwies. Möglicherweise spielt er damit auf die von ihm jüngst kritisierten Windkraftpläne Bad Pyrmonts an. Einen deutlichen Wink hatte er dagegen für die Politik, als er die Besteuerung heimischer Produkte wie etwa des Rapsöls aus der Ottensteiner Ölmühle, kritisierte.

Allerdings waren die Grußworte nur der Auftakt zu dem Vortrag des Wahl-Frankfurters Herbert Schmitmeier jun., der etwas darunter litt, dass die Powerpoint-Präsentation aufgrund der Helligkeit im Zelt ausfallen musste. Trotzdem gelang es ihm, seine Zuhörer mit Daten, Fakten und Unbekanntem zu fesseln. Von der ersten Erwähnung 1263 über den „ersten großen Wurf“ im Kopiar von Nedersen, dann das Salbuch von 1669 und die Leiden durch den Dreißigjährigen Krieg schlug er den Bogen bis in die Gegenwart. Fasziniert verfolgten die Zuhörer, dass Neersen einmal, nämlich im Jahre 1837 sogar 477 Einwohner hatte, dass von 1850 bis 1855 Heinrich Schäfer erster Bürgermeister war und dass die Wappenführungs-Genehmigung des Wappens mit schreitendem Hirsch und dem Ankerkreuz 1930 erteilt wurde.

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Die von Herbert Schmitmeier sen. erstellte dicke Neersener Chronik enthält in ihrem zweiten Teil eine umfangreiche Häuserchronik, auf die aus zeitlichen Gründen nicht eingegangen werden konnte.ar

Ortsvorsteher Willi Brankov (li.) und Herbert Schmittmeyer jun.ar

Gemeinsam sang die Festgesellschaft das Lied vom schönen Neersen.ar



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