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Regisseur Gallenberger präsentiert „John Rabe“ in der „Krone“

Ein denkwürdiger Kinoabend

Bad Pyrmont. Ein besonderes Kinoerlebnis hat „Kronen- lichtspiele“-Chef Torben Scheller am Donnerstagabend mehr als 100 Cineasten aus Bad Pyrmont, Hameln und Umgebung beschert: Mit dem zeitgeschichtlichen Drama „John Rabe“ über einen hierzulande fast unbekannten Deutschen, der 1937 mehr als 250 000 Chinesen das Leben rettete, präsentierte er einen Film drei Wochen vor dessen Bundesstart, der noch viel von sich reden machen dürfte. Und: Bevor sich der Vorhang öffnete, standen Regisseur Florian Gallenberger (er gewann 2001 den Kurzfilm-„Oscar“ für „Quiero Ser“), Mit-Produzent Benjamin Herrmann und dessen Bruder, der Schauspieler Matthias Herrmann, der im Film in einer Nebenrolle als fieser Nazi brilliert, den Zuschauern Rede und Antwort.

veröffentlicht am 13.03.2009 um 21:36 Uhr
aktualisiert am 29.05.2017 um 17:46 Uhr

Regisseur Florian Gallenberger, Mit-Produzent Benjamin Herrmann
Juliane Lehmann

Autor

Juliane Lehmann Reporterin zur Autorenseite
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Die erfuhren dann, dass die Crew während des viermonatigen Drehs in China auf „tausend Probleme“ stieß, die sie zu einem fortwährenden Krisenmanagement zwangen. Denn mehr als einmal stand die 18 Millionen Euro teure Produktion auf der Kippe. Doch das Ergebnis der Mühsal kann sich sehen lassen: Denn Regisseur und Drehbuchautor Gallenberger erinnert in seinem mit Ulrich Tukur in der Hauptrolle hervorragend besetzten Drama eindrucksvoll an einen Mann, von dem zu wissen es sich lohnt, der vom herrischen Chef zum couragierten Retter wurde. Immer wieder halten Doku-Szenen und Zitate aus Rabes Tagebuch die gefühlsstarke Story authentisch. Und bei aller Brutalität in den Kriegs-Szenen vergisst Gallenberger auch humorige Momente nicht.

Dass am Donnerstag in der „Krone“ nach 130 Minuten kaum einer applaudierte, mag daran gelegen haben, dass Gallenberger und die Herrmann-Brüder längst zum nächsten von einer Handvoll Vorstart-Kinos weitergeeilt waren. Vor allem aber dürften die viele Zuschauer schlicht zu ergriffen gewesen sein fürs Jubeln. Und so drücken sie bestimmt die Daumen, dass „John Rabe“ am 24. April zumindest ein paar von den sieben „Deutschen Filmpreisen“ bekommt, für die er gestern nominiert wurde.

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