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Wirklich Weltklasse: Pianistin Aleksandra Mikulska im Konzerthaus bejubelt

Ein brillantes Tastenfeuerwerk

Bad Pyrmont. Fast schon euphorisch reagierte das Publikum im kleinen Saal des Konzerthauses bereits in der Pause des Klavierkonzertes am Samstagnachmittag. Und nach dem Ende war es schier aus dem Häuschen. Da hatte die junge polnische Pianistin Aleksandra Mikulska einen derartig brillanten Chopin und Liszt abgeliefert, dass jedem absolut klar wurde, warum sie als eine der weltbesten Chopin-Interpretinnen bezeichnet wird.

veröffentlicht am 04.03.2013 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 03.11.2016 um 12:41 Uhr

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Autor:

Rudi Rudolph
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Im Gegensatz zu vielen anderen Künstlern, gerade in der klassischen Musik, lief sie noch vor dem Konzert durch den Saal und war auch in der Pause völlig unprätentiös für das Publikum ansprechbar. Die Erläuterungen, die sie dann vor den jeweiligen Musikblöcken zu ihrem Vortrag gab, dienten ganz unaufgeregt dem Verständnis der musikalischen Zusammenhänge und vermittelten den Eindruck, dass es hier wirklich um die Musik und nicht um Selbstdarstellung ging.

Den ersten Teil des Konzertes, den sie zur Freude der Zuhörer weit über das vorgesehene Zeitlimit ausdehnte, hatte sie ihrem Landsmann Frédéric Chopin gewidmet. Mit dessen Nocturnes aus der frühen, dann der mittleren und später der reifen Phase, die Chopins innere Wünsche nach erfüllter Liebe und Glück versinnbildlichen, verbreiteten sich im Konzerthaus die ersten zarten Frühlingsgefühle, fast als Fingerübungen der Pianistin anzusehen.

Mit der Fantasie f-moll op. 49 und dem Scherzo b-moll op. 31 steigerte sie Tempo und Schwierigkeit in höchster Präzision und bot eine mitreißende wohlmodulierte Performance. Teils total in die Musik versunken, teils mit Verve und Dynamik fast explodierend, immer jedoch eine große Empathie zu ihrer Musik versprühend, lieferte Aleksandra Mikulska mit großer Ausdrucksfähigkeit den Beweis ihrer Weltklasse.

Im zweiten Programmteil, der mit Musik von Chopins Zeitgenosse Franz Liszt sogar noch eine gewisse Steigerung erwarten ließ, demonstrierte sie mit dem Sonetto del Petrarca Nr. 104, der Ungarischen Rhapsodie Nr. 11 und der Rhapsodie Espagnole, dass diese Stücke körperliche Schwerstarbeit sein können, jedoch ein wunderbares Musikerlebnis darstellen, wenn sie derart überzeugend und perfekt interpretiert werden.

Auch nach Überzeugung des Publikums konnte die Musikreihe „Weltklassik am Klavier“ mit diesem Konzert ein wahres Highlight nach Bad Pyrmont bringen und hat sich inzwischen als anspruchsvolle Ergänzung im Musikprogramm und dritte Konzertschiene voll etabliert.

Mit ihrem ebenso gefühlvollen wie präzisen Spiel fesselt die Pianistin Aleksandra Mikulska das Publikum und kann sich über begeisterten Applaus freuen. rr.



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