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In die Welt hinaus mit deutschem Brot

Ein Bäckerazubi und seine Berufung

Lage. Was bewegt einen 25-Jährigen, der als Klassenbester mit Auszeichnung eine Ausbildung als Teilezurichter absolvierte und drei Jahre als Geselle arbeitete, dann doch Bäcker zu werden? „Metall ist einfach nicht mehr meine Welt gewesen“, berichtet Viktor Piel, der seit August eine Ausbildung als Bäcker macht – bei Bäckermeister Udo Fellmer in Lage. „Klar, auch ich hatte mich erst gewundert, weshalb ein junger Mann einen Beruf verlassen möchte, in dem man mehr verdienen kann, als im Lebensmittelhandwerk“, gibt Fellmer zu. „Aber Viktor hat mich von seinem neuen Weg überzeugt, und ich bin absolut zufrieden mit ihm und seinem Einsatz.“

veröffentlicht am 15.10.2014 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 31.10.2016 um 00:21 Uhr

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Ab zwei Uhr nachts backt Piel nun täglich Brot und Brötchen und seine besonderen Favoriten, Ochsenaugen, Teehörnchen und Pizzazungen. „Ich gehe auch so motiviert zur Arbeit, weil ich gleich am Morgen wieder sehe, dass unsere Kunden mit so viel Freude unsere frischgebackenen Produkte einkaufen“, schwärmt Piel, der in seiner Freizeit auch gerne kocht. „Backen und Kochen sind zu meiner Leidenschaft geworden, als ich intensiv abgenommen habe und ich mich in dem Zusammenhang mit vielen Ernährungsfragen beschäftigt habe“, sagt der 25-Jährige aus Lemgo, der in Lage wohnt. Bei einem Spaziergang durch Lage stieß er rein zufällig auf einen Aushang in der Bäckerei Fellmer: „Bäcker gesucht!“

„Da habe ich nicht lange gefackelt, sondern mich beworben und stand schon gleich zum Probearbeitstag in der Backstube“, so Piel, der im Sommer eine betriebsbedingte Kündigung erhielt. „Aufgrund der Arbeitslosigkeit fiel mir die Entscheidung natürlich umso leichter, noch einmal einen beruflichen Neustart zu machen.“

Jennifer Fleckney vom Arbeitgeber-Service der Agentur für Arbeit Detmold weiß, dass ein beruflicher Neustart viel Mut verlangt. Sie empfiehlt jedem Arbeitnehmer, der sich auf einem beruflichen Scheideweg befindet, sich in der Arbeitsagentur beraten zu lassen. „Wir kennen den lokalen und überregionalen Arbeitsmarkt und die einstellenden Betriebe, so- dass wir auch die Vermittlung zügig voranbringen können.“

Wenn Piel, der auch russisch und englisch spricht, an seine weitere berufliche Zukunft denkt, gerät er förmlich ins Schwärmen: erfolgreicher Ausbildungsabschluss, Berufspraxis und dann mit dem Rüstzeug des deutschen Bäckerhandwerks hinaus in die Welt: „Denn backen kann ich überall, ob in Österreich, der Schweiz, in Osteuropa, Kanada, Australien, Amerika oder auf einem Kreuzfahrtschiff.“ Über freie Stellen im Bäckerhandwerk informiert der Arbeitgeber-Service der Agentur für Arbeit Detmold unter der kostenfreien Service-Hotline: 0800 4555520.

V. li.: Jennifer Fleckney (Arbeitgeber-Service der Agentur für Arbeit Detmold), Bäckermeister Udo Fellmer und Bäckerazubi Viktor Piel.



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