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Ortsbrandmeister hat wenig Hoffnung

Eichenborner Feuerwehrleute sind in Neersen willkommen

NEERSEN. „Unsere Türen stehen den Mitgliedern der Eichenborner Feuerwehr offen, wenn zum Ende des Jahres ihre eigene Wehr den Dienst einstellen wird.“ Das betonte Ortsbrandmeister Andreas Grages bei der Jahreshauptversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Neersen, der sich aber wenig Hoffnung macht, dass es dazu kommt.

veröffentlicht am 21.01.2019 um 13:36 Uhr
aktualisiert am 21.01.2019 um 15:40 Uhr

Wenn auf dem Berg die Feuerwehren wie hier bei einer Übung auf dem Flugplatz in Kleinenberg im Oktober 2011 alarmiert werden, dann sind alle Feuerwehren der Pyrmonter Bergdörfer gefragt. Foto: Archiv/oel
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Carlhermann Schmitt Reporter
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„Wenn sie es nicht einmal schaffen, einen Ortsbrandmeister aus ihrer Mitte zu benennen, werden sie auch nicht bereit sein, einige Kilometer zu fahren, um am Dienst einer anderen Feuerwehr der Bad Pyrmonter Bergdörfer teilzunehmen“, bedauerte er und betonte, dass es eigentlich notwendig sei, auf ein großes Stammpersonal zurückgreifen zu können. „Im letzten Jahr konnten wir zum ersten Mal nicht ausrücken, weil einfach kein Feuerwehrmitglied zur Verfügung stand.“

Das Problem bestehe darin, dass die meisten Aktiven nicht in der Nähe arbeiteten und auch die Landwirte vor Ort längst nicht immer einfach alles prompt fallen lassen könnten. Zwei Kameraden aus Eichenborn haben unregelmäßig am Dienst der Neersener Feuerwehr teilgenommen, erinnerte Grages und hoffte, sie würden sich seinem 22-köpfigen Team anschließen.

Im letzten Jahr konnten wir zum ersten Mal nicht ausrücken, weil einfach kein Feuerwehrmitglied zur Verfügung stand.

Andreas Grages, Ortsbrandmeister

Wie die Zukunft nun genau aussehe, sei noch unbekannt, doch der stellvertretende Bad Pyrmonter Stadtbrandmeister Patrick Biermann zeigte sich zuversichtlich, bald über den Sachstand in Eichenborn berichten zu können. Der Vorsitzende des Ausschusses für Feuerschutz,

Sicherheit und Verkehr, Paul von der Heide betonte nicht nur die Wichtigkeit eine funktionierenden Wehr auf dem Berge, er lobte auch das gemeinsame Zeltfest des letzten Jahres, bei dem die Neersener Feuerwehr gemeinsam mit dem Schützenverein eine großartige Werbung für den Ort und auch für die Feuerwehr gemacht hätten: „Das war eine tolle Veranstaltung, die alle Besucher mitgerissen hat. Und es war auch wichtig, um die Menschen zusammenzuschweißen, die Feuerwehrkameraden und –kameradinnen und auch ihre Unterstützter.“ Und so freute sich von der Heide auch über die Schar von acht Jugendlichen, die Jungfeuerwehrwart Carsten Meyer mit seinem Team auf die aktive Zeit vorbereite.

In Anschluss gab es einige Informationen des Bad Pyrmonter Bürgermeisters Klaus Blome, der die Installation der Abgasabsauganlage als relativ zeitnah avisierte und unter anderem davon berichtete, dass in diesem und dem nächsten Haushalt der Stadt 400000 Euro für die Anschaffung einer neuen Drehleiter eingestellt seien. „Für die nächsten zehn Jahre sind vier Millionen Euro für Fahrzeuge eingeplant, um den Fuhrpark der Bad Pyrmonter Feuerwehr angemessen zu modernisieren“, erklärte er.

Information

Neue Feuerwache am Gondelteich

Bad Pyrmonts Bürgermeister Klaus Blome hat bei der Versammlung in Neersen den Beschluss, am Gondelteich eine neue Feuerwache für die Ortswehren Bad Pyrmont und Holzhausen zu bauen, bekräftigt. „Der Beschluss steht“, sagte Blome und betonte, dass die Standortfrage nicht in den Reihen der Feuerwehr beantwortet werde: „Die Entscheidung wird politisch getroffen, und die Feuerwehr muss dann damit leben.“ Blome skizzierte auch das weitere Vorgehen: „Es wird zwar noch ein weiterer Standort (Auf der Schanze; Anmerkung der Redaktion) untersucht, aber ich gebe dem eigentlich wenig Chancen.“ Bis das geklärt sei, lege die Verwaltung nicht die Hände in den Schoß, wie Blome betonte: „Wir bereiten die nächsten Untersuchungen am Gondelteich wie die des Bodens vor, damit wir loslegen können, sobald die Standortfrage geklärt ist und die Gelder zur Verfügung stehen“, so Blome.yt



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