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Warum die Grundschule Holzhausen nun ein „Grünes Klassenzimmer“ hat

Draußen lernt es sich besser

BAD PYRMONT. „Draußen an der frischen Luft zu lernen, ist auch für die Nerven besser. Man kann sich viel besser konzentrieren“, kommentier der ein Schüler die Neuerwerbung der Grundschule Holzhausen. Er und seine Mitschüler der dritten Klasse waren sich einig: Sie fühlen sich wohl in ihrem „Grünen Klassenzimmer“ und finden es eine tolle Idee, einfach einmal anders Unterricht haben zu können.

veröffentlicht am 10.09.2018 um 14:54 Uhr
aktualisiert am 10.09.2018 um 21:10 Uhr

Auch eine Form, das „Grüne Klassenzimmer“ in Besitz zu nehmen – zuerst wird getobt. Foto: ti
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Autor

Klaus Titze Reporter
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Über eine längere Zeit hinweg habe man sich mit Schulleitung, Lehrern und Eltern über die Idee unterhalten, eine Möglichkeit zu schaffen, den Kindern außerhalb der Klassenräume in einem gänzlich anderen Lebens- und Lernraum eben auch eine andere Lernatmosphäre zu schaffen, berichtet der Vorsitzende des Schulvereins, Karsten Stahlhut. In dieser Zeit der Planung seien unterschiedlichste Varianten hin und her gewälzt worden, bis man sich auf die eine geeinigt habe. Die besteht nun aus fünf rustikalen Sitzbänken aus halben Douglasienstämmen, die das Herzstück des Open-Air-Klassenzimmers bilden. Als Untergrund dient Rindenmulch. Die Bänke wurden zu einem Halbkreis angeordnet. „Wir haben aufgrund der angespannten Haushaltslage zwar nicht die finanzielle Unterstützung der Stadt als verantwortlichem Schulträger gefunden, dafür aber Zustimmung und Beratung“, so Stahlhut. Da man endlich ein Ergebnis haben wollte, habe sich der Schulverein selber ans Werk gemacht. Am Ende habe das grüne Klassenzimmer für rund 2500 Euro realisiert werden können.

Auch Schulleiter Jan Liebold ist zufrieden. Sämtliche Schulfächer, also nicht nur naturnahe, ließen sich in dieser offenen Atmosphäre vermitteln, meint er. Selbstverständlich sei es eben auch so, dass die Kinder unmittelbar die Veränderungen in der Natur beobachten und naturkundlich wie auch künstlerisch verarbeiten könnten. Nun soll ergänzend noch eine Tafel errichtet werden, um den Unterricht mit Materialien und für Präsentationen unterstützen zu können.

Doch darauf können die Schüler der 3. Klasse in ihrer ersten Unterrichtsstunde verzichten. Sie toben zunächst über die Bänke und im Rindenmulch bevor sie sich – entsprechend körperlich angestrengt und mit Sauerstoff aufgeladen – auf die vorgelesene Rechenaufgabe konzentrieren, die ihnen Anne Baron stellte.



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