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Humboldt-Gymnasium eingeweiht

Drama in fünf Akten mit einem guten Ende

BAD PYRMONT. Mit geladenen Gästen haben Schule und Stadt den Neubau des Humboldt-Gymnasiums gefeiert. Schulleiterin Dr. Barbara Conring brachte dabei die Entstehungsgeschichte des Gebäudes als „Drama in fünf Akten“ zur Aufführung. Am Dienstag sind alle Interessierten zu einem Schulfest mit buntem Programm eingeladen.

veröffentlicht am 25.06.2018 um 17:58 Uhr
aktualisiert am 25.06.2018 um 18:30 Uhr

Ein Chor aus Lehrern des Darstellenden Spiel untermalt das Drama in fünf Akten. Foto: yt
Hans-Ulrich Kilian

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Hans-Ulrich Kilian Redaktionsleiter Bad Pyrmont zur Autorenseite
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Der Bagger und der Container im Hintergrund waren Kulisse und Beweis zugleich. Kulisse für die Eröffnungsfeier und Beweis dafür, dass die Schüler und Lehrer des Humboldt-Gymnasiums in den vergangenen 21 Monaten neben einer Baustelle gelernt und unterrichtet haben und das auch noch bis Ende Oktober tun werden. Doch am Montag sah man im Foyer des Neubaus nur zufriedene Gesichter. „Es ist alles so gut geworden“, stellte Schulleiterin Dr. Barbara Conring fest.

Bereits seit dem 23. Mai wird in dem Neubau unterrichtet, doch mit der offiziellen Einweihung ließen sich Stadt und Schule ein wenig Zeit. Landrat Tjark Bartels war da, Schulleiter des Schulzentrums und aus der Nachbarschaft und nicht zuletzt die Mitglieder des Rates, von denen einigen an der Entscheidung für den Neubau beteiligt waren. Dessen Entstehungsgeschichte brachte Conring mit der Unterstützung eines dreiköpfigen Lehrerchors unterhaltsam als „Drama in fünf Akten“ zur Aufführung und erlaubte dabei einen Blick hinter die Kulissen. Ein Drama sei es gewesen, so die Schulleiterin, weil diese Geschichte viele Kennzeichen der Tragödie nach Aristoteles aufweise. Anschaulich schilderte sie die Spannung der Akteure und den Kampf um jede Steckdose auf der Suche nach einer finanzierbaren Lösung. „Besondere Reizthemen sind Transponder, Belüftung, Brandschutz und meine persönliche Nemesis: die Versammlungsstättenverordnung“, trug die Schulleiterin vor. Doch nachdem der Konflikt zwischen allen Akteuren seinen Höhepunkt fand, standen am Ende plötzlich alle Zeichen auf Sieg. Das Drama endet mit der Schilderung eines Schulalltags, wie ihn sich wohl nur ein Schulleiter ausmalen kann. Konzentriert lernende Schüler, die auch im Team arbeiten, hilfsbereit sind, sich für andere Schüler engagieren und natürlich moderne digitale Technik nutzen.

Im Grund sei es eine neue Welt, die mit dem Neubau entstanden sei, stellte Bürgermeister Klaus Blome fest und erinnerte daran, dass eine Schule grundsätzlich auf die Zukunft ausgerichtet sei. „Der Neubau des Humboldt-Gymnasiums kann den Optimismus und die Zuversicht der Stadt ausstrahlen“, betont er und beschrieb das Ergebnis als modernes, Freundlichkeit und Offenheit ausstrahlendes und energetisch optimiertes viergeschossiges Gebäude, das den Anforderungen der Inklusion gerecht werde. „Wir können stolz und zufrieden sein.“

Mit einem Bagger als Kulisse: Der Chor II des Humboldt-Gymnasiums unter Leitung von Vera Stapelberg unterhielt die Gäste der Einweihungsfeier im Foyer des Neubaus mit drei Liedern. Foto: yt
  • Mit einem Bagger als Kulisse: Der Chor II des Humboldt-Gymnasiums unter Leitung von Vera Stapelberg unterhielt die Gäste der Einweihungsfeier im Foyer des Neubaus mit drei Liedern. Foto: yt

Landrat Tjark Bartels nannt den Zuschuss und das Darlehen des Landkreises gut angelegt und lobte, dass es gelungen sei, den Neubau „pünktlich wie verabredet und in anständiger Qualität“ zu errichten. Um genau das zu erreichen, habe man bei der Ausschreibung auf Unternehmen im Umkreis von 40 bis 50 Kilometer um Bad Pyrmont herum zugreifen müssen, sagte Peter Schmidt, Hauptgeschäftsführer des Generalunternehmers Industriebau Wernigerode GmbH. Er versprach mit dem Blick auf den Bagger im Hintergrund, dass der Abriss der Übereste des Altbaus pünktlich zum 1. November dieses Jahres vollendet sein werde.

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