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Werner Momsen entdeckt rund um Weihnachten ungeahnt ernste Fragen

Dominosteine hochkant oder quer?

BAD PYRMONT. Nirgendwo sonst wird der gesunde Menschenverstand so gnadenlos geopfert wie zu Weihnachten. Das jedenfalls meint Werner Momsen, und der hat in seiner drögen norddeutschen Art ja irgendwie immer recht.

veröffentlicht am 16.12.2018 um 22:38 Uhr

Klappmaul-Komiker Werner Momsen und sein Schöpfer Detlef Wutschik (in schwarzer Kleidung dahinter) stimmen das Pyrmonter Publikum auf die anstehenden Festtage ein. Foto: hei

Autor:

Karin Heininger.
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Die Kultfigur war wieder mal zu Gast in Bad Pyrmont. Nicht im alten Kurtheater, wo die Balken „vor sich hin morschen“, sondern im gefühlten neuen Kurtheater, der Wandelhalle. Mitgebracht hatte Santa Momsen eine ganze Sammlung Schoko-Nikoläuse und einen auf Weihnachten getrimmten Osterhasen. Dazu jede Menge Erfahrungen aus vielen Jahren Weihnachten mit lästigen Verwandten. Dazu gehört Tante Gerda, die ihr Geschenkband stets passend zum Kleid auswählt, und Onkel Herbert, der seinen zu engen Hosenbund meist schon vor dem Braten lüftet. Gerda hat den Gutschein für die Schönheitsfarm, den Momsen ihr vor drei Jahren geschenkt hat, offensichtlich immer noch nicht eingelöst. Und Herbert, der Gute, opfert, wenn die fulminante Ganz-Wohnungs-Illumination umzukippen droht, schon mal seine Batterien aus dem Herzschrittmacher.

So ist immer was los bei Momsens. Alle sehen gemeinsam „Der kleine Lord“ als Alternative zum „Dinner for One“ und hoffen auf etwas Schnee, damit die ARD endlich wieder einen „Brennpunkt“ senden kann. Der gemeinsame Baumkauf und das anschließende Schmücken ist für das Klappmaul ebenso ein Thema wie die Frage, ob Dominosteine quer oder hochkant verspeist werden. Die Geschichte, dass Maria vom Heiligen Geist schwanger wurde, zweifelt er ebenso an wie die Nachricht, dass drei Weisen aus dem Morgenland völlig orientierungslos durch den Orient wandern.

Es ist schon ein Mysterium mit Werner Momsen: Man kann ihn noch so oft erleben, immer wieder schaltet die Vernunft ab, und man vergisst nach kurzer Zeit, dass er ja nur eine Kunstfigur ist. Werner Momsen hat ein Eigenleben, und dass das so überzeugend gelingt, ist seinem Schöpfer Detlef Wutschik zu verdanken. Und so gehört der Beifall am Ende dem Künstler, der den ganzen Abend unter einer schwarzen Kopfbedeckung geschwitzt hat, die er nun lüftet.

Einfach sympathisch Momsens Schlusswort: „Ich bedanke mich bei Ihnen allen ganz persönlich für das tolle Jahr, das ich mit meinen Auftritten wieder hier in Bad Pyrmont erleben durfte“.



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