weather-image
25°
Was Liberale in der Kurstadt und auf Bundesebene stört / FDP-Stadtverbandschef zufrieden mit Wahlergebnissen

Discounter ausgerechnet „in den schönsten Ecken“

Bad Pyrmont (rr). Nicht alle Liberalen sind rundweg zufrieden mit der Regierungsarbeit ihrer Parteispitze in Berlin. Das klang bei der Versammlung des FDP-Stadtverbands im Hotel Bergkurpark an, zu der am Freitagabend trotz Schneetreibens ein Dutzend wetterfester Parteifreunde zusammenkam.

veröffentlicht am 07.03.2010 um 19:00 Uhr
aktualisiert am 05.11.2016 um 18:41 Uhr

270_008_4257756_270_008_42.jpg
Weiterlesen für 20 Cent oder mit Ihrem Digital-Abo
Sie haben bereits ein Digital-Abo der DEWEZET? Dann melden Sie sich hier mit Ihren DEWEZET -Login an und lesen Sie den Text, ohne Ihn bei LaterPay bezahlen zu müssen.

Mit „Es wird von der Bevölkerung erwartet, dass die Regierung regiert und nicht ein zerstrittenes Bild abgibt“, kritisierte etwa Klaus Wirla das Erscheinungsbild der Regierungskoalition. Das wollte die stellvertretende Stadtverbandsvorsitzende Martina Tigges-Friedrichs so aber nicht im Raum stehen lassen. „Die FDP ist seit vier Monaten beteiligt, und es sind schon einige Gesetzesvorhaben auf den Weg gebracht worden“, betonte sie unter Verweis auf die Kindergelderhöhung und das „Wachstums- beschleunigungsgesetz“. Wegen des fehlenden Generalsekretärs sei die Kommunikation anfangs jedoch schlecht gewesen. Tigges-Friedrichs: „Man soll die Leute in Ruhe ihre Arbeit machen lassen.“

Als jemand die von Gesundheitsminister Rösler geplante für alle Bürger gleich hohe „Kopfpauschale“ ungerecht nannte, hieß es, man werde konkrete Informationen aus Hannover abwarten, um eine korrekte Bewertung vornehmen zu können.

Immerhin: Vor Ort hat die FDP im vergangenen Jahr eine recht gute Figur gemacht. So zeigte sich ihr Stadtverbandsvorsitzender Oliver Steinwedel sehr zufrieden mit dem Abschneiden bei den Europa- und Bundestagswahlen, bei denen in Bad Pyrmont jeweils kreisweit das beste Einzelergebnis erzielt worden war. Zudem konnten unterm Strich vier Neumitglieder gewonnen werden, was den Stadtverband nun auf eine Stärke von 29 Mitgliedern bringt. Andererseits sei nicht zu übersehen, dass das Durchschnittsalter mit knapp über 60 Jahren doch recht hoch ist.

Die Gründung der „Grünen Jugend“ (PN vom Freitag) wurde als interessant bemerkt. Mit Blick auf die eigene Jugendorganisation fand Martina Tigges-Friedrichs jedoch: „Was da als Innovation gepriesen wird, ist bei uns schon seit Jahren vorhanden. Allerdings haben wir keine Jungliberalen in Bad Pyrmont, sondern nur den Kreisverband Hameln-Pyrmont.“

Eine lebhafte Diskussion lieferten sich die Mitglieder zu aktuellen Pyrmonter Themen. Walter Dietrichkeit hob vor allem auf die Leerstände ab: „Es wird immer weiter draußen gebaut, anstatt mit sinnvoller Förderung durch die Stadt für eine Nutzung der innerstädtischen Immobilien zu sorgen“, beklagte er. „Es geht nur um den Reibach!“ Hier widersprach Oliver Steinwedel: „Die Zeit der bedenkenlosen Ausweisung von Baugebieten ist vorbei.“

Bemängelt wurde die Ansiedlung von Discountern „in den schönsten Ecken“ Pyrmonts, damit einhergehend aber auch eine Unterversorgung mit Einkaufsmöglichkeiten im Bereich unterhalb des Bathildiskrankenhauses in Richtung Stadtmitte und in Richtung Löwensen.

Für ihren Einsatz im Wahlkampf dankte Martina Tigges-Friedrichs ganz besonders Hans Krefter, Detlef Malzahn und Oliver Steinwedel.

Martina Tigges-Friedrichs dankt Hans Krefter für seinen engagierten Einsatz im Wahlkampf.

Foto: rr

Copyright © Deister- und Weserzeitung 2018
Texte und Fotos von dewezet.de sind urheberrechtlich geschützt.
Weiterverwendung nur mit Genehmigung der Chefredaktion.

Mehr Artikel zum Thema
Weiterführende Artikel
    Anzeige

    Immobilien in Hameln: auf immo.dewezet.de finden Sie tagesaktuelle Angebote zur Miete und zum Kaufen

    Immobilien mieten

    Immobilien kaufen

    Anzeige
    Kommentare