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Dieser Kiosk ist das kleine Schmankerl

Von Karin Heininger

Bad Pyrmont. Dies ist eine Ausstellung, in der es besonders für Pyrmonter Einwohner viel zu entdecken gibt: „Verborgene Schätze“ aus den Magazinen des Museums sind jetzt im Schloss zu sehen. Vielleicht finden Besucher auf einem alten Foto Mitglieder ihrer Familie wieder, vielleicht werden sie an ein Ereignis erinnert, das sie selbst miterlebt haben, und vielleicht stoßen sie sogar auf eine kleine historische Kostbarkeit, die sie dem Museum im Schloss irgendwann als Dauerleihgabe zur Verfügung gestellt haben.

veröffentlicht am 02.04.2010 um 15:44 Uhr
aktualisiert am 05.11.2016 um 15:41 Uhr

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Von Karin Heininger

Bad Pyrmont. Dies ist eine Ausstellung, in der es besonders für Pyrmonter Einwohner viel zu entdecken gibt: „Verborgene Schätze“ aus den Magazinen des Museums sind jetzt im Schloss zu sehen. Vielleicht finden Besucher auf einem alten Foto Mitglieder ihrer Familie wieder, vielleicht werden sie an ein Ereignis erinnert, das sie selbst miterlebt haben, und vielleicht stoßen sie sogar auf eine kleine historische Kostbarkeit, die sie dem Museum im Schloss irgendwann als Dauerleihgabe zur Verfügung gestellt haben.
 An die 500 Stifter habe es gegeben, die dem Museum im Laufe der Jahre geholfen und etwas aus dem eigenen Besitz übereignet haben, betonte Dr. Dieter Alfter bei der Eröffnung der Ausstellung in der Beletage. „Die Bürger sind mitentscheidend, insofern ist es ein echtes Bürgermuseum“, stellte der Direktor fest. Museen seien nicht nur dazu da, einen Bestand zu sichern, sondern sie müssten auch in die Gesellschaft hineinleben und die Kommunikation fördern.
 Aus einem reichen Schatz von etwa 3600 Postkarten, 3000 Fotos und anderen Dingen, die nur zu 20 Prozent ständig gezeigt werden können, wurde diese erste hauseigene Schau zusammengestellt und sehr schön und ansprechend in den Räumen und im Treppenhaus arrangiert.
 „Dem Museums-Team sind diese Schätze vertraut, weil kein Stück davon einfach in den Schubladen oder Schränken verschwindet. Jedes Teil wird genau erfasst und inventarisiert“, erklärte Alfter. Dass jung und alt für die Stadt wichtig sind, wird im Entree zum Festsaal symbolisiert, wo ein Foto des Nobelpreisträgers Max Born neben dem der Popsängerin Annette Humpe hängt, die hier ihr Abitur gemacht hat.
 Büsten fürstlicher Kurgäste sind im Saal zu sehen, ebenso besonders schöne Trinkgläser und Karaffen. Fotografien als Erinnerungen an Menschen und Ereignisse des 20. Jahrhunderts, die vor allem aus dem Nachlass des Fotografen Ernst Hermann stammen, werden im Grünen Salon gezeigt. Besonders wirkungsvoll sind einige Vergrößerungen historischer Gruppenaufnahmen, die als Fahnen vor den Fenstern im Tischbeinsaal hängen: Eine Kindergruppe aus dem Helenenheim, das Personal einer Gaststätte und eines Handwerkbetriebes wurden im Foto festgehalten.
 Im Roten Salon kann man alte wertvolle Gemälde bewundern. Wie heimische Künstler Bad Pyrmont und seine Umgebung sehen, wird im Obergeschoss gezeigt. Dort hängen viele Originale von Malern, die hier gelebt haben oder noch hier leben. Feinsinnig und mit viel Liebe seien die verborgenen Schätze in Szene gesetzt worden, stellte die Vorsitzende des Museumsvereins, Marlene Zetzsche, fest. Es gebe viel Erheiterndes, aber auch zum Nachdenken Anregendes, so Zetzsche, die den Anstoß zu der Präsentation gegeben hatte.
 Ein Kiosk als kleines Schmankerl der Schau ist im Eingangsbereich des Schlosses zu sehen. Der Miniladen für Souvenirs, wie er früher zum Pyrmonter Stadtbild gehörte, ist zwar kein altes Stück, sondern wurde von Museums-Mitarbeiter Hartmut Picht nachgebaut. Aber er passt sehr gut zum Charakter der Ausstellung.

 4 Die Ausstellung „Verborgene Schätze“ ist bis zum 13. Juni zu sehen.

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