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Was Kandidaten bewegt, mit der neuen Wählergemeinschaft „Wir für Pyrmont“ zur Kommunalwahl anzutreten

Diedrichs Zwölf

BAD PYRMONT. Lars Diedrichs hat seine Mitstreiter für die Kommunalwahl in Bad Pyrmont am 11. September dieses Jahres auch offiziell zusammen. Insgesamt 12 Kandidaten im Alter zwischen 25 und 72 Jahren haben sich dem früheren CDU-Fraktionsvorsitzenden in der neuen Wählergemeinschaft „Wir für Pyrmont“ angeschossen und vergangene Woche mit einer formellen Aufstellungsversammlung eine Liste verabschiedet, die Diedrichs selber als Spitzenkandidat anführt. Begründet wird das mit seiner kommunalpolitischen Erfahrung. Auf Platz 2 folgt WfP-Sprecherin Nicole Wegener, auf Platz 3 Steffi Plaul.

veröffentlicht am 13.06.2016 um 13:22 Uhr
aktualisiert am 26.10.2016 um 08:48 Uhr

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Autor:

Hans-Ulrich Kilian
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Frauen und Männer, Jüngere und Ältere – es ist eine sehr gemischte Gruppe, die zur Wahl antreten wird und in die Diedrichs große Hoffnung setzt. Er halte es für realistisch, dass fünf von ihnen es in den neuen Rat schaffen. Das wäre ein Stimmanteil von gut 15 Prozent. Dabei ist fast allen Kandidaten gemein, dass sie bislang keine kommunalpolitische Erfahrung haben. Es gibt mit Uwe Brechbühler eine Ausnahme. Der 53-Jährige Hagener ist – wie auch Diedrichs – CDU-Mitglied und hat schon einmal für die Partei im Ortsrat Hagen gesessen. „Der Umgang der CDU mit Lars hat mich geschockt“, sagte er. Die Partei habe das Potenzial von Diedrichs nicht genutzt und das sei schade, denn man brauche ja mutige Leute in der Politik. Ihm sei besonders wichtig, Investoren nach Bad Pyrmont zu holen.

Steffi Plaul (43) hat zwar bislang keine politische Erfahrung, aber dafür weiß die Physiotherapeutin als Schulelternrat und Vorsitzende des Pyrmonter Vereins für Gesundheitssport und Sporttherapie wie Gremien arbeiten. Bad Pyrmont habe so einiges zu bieten, betont sie. „Es gibt so viele gute Angebote vor Ort, warum bleiben dann die Leute nicht hier oder ziehen hierher, wenn sie Arbeit finden?“, fragt sie sich und meint: „Das muss sich ändern.“

Dirk Wegener (48) ist selbstständiger Versicherungskaufmann und hat sich vorgenommen, im Fall seines Einzugs in den Rat „verkrustete Strukturen“ aufzubrechen und etwas gegen den – das Wort setzt er ganz bewusst in Anführungszeichen – „Filz“ in allen Bereichen zu tun. Wie die CDU mit Lars Diedrichs umgegangen ist, habe ihm nicht gefallen, betont er.

Jens Falke (38) hat einst die Buchhandlung Heuer geleitet und arbeitet heute als Kanzleifachberater. Politisch interessiert sei er schon immer gewesen, aber habe sich in keiner der etablierten Parteien heimisch gefühlt. Alles was mit dem Standort Bad Pyrmont zu tun hat, interessiert ihn und besonder dringend sei es, sich um die vielen Leerstände in der Innenstadt zu kümmern.

Jochen Lauber ist mit 72 der Älteste in der Runde. „Ich habe 30 Jahre im Ausland im Bereich Marketing gearbeitet und möchte meine Erfahrung in die politische Arbeit in und für Bad Pyrmont einbringen“, lautet sein Ansatz. Wichtig sei, dass es in der Politik ein Miteinander und kein Gegeneinander gebe.

Ingrid Mittelstädt (67) ist lange zwischen Bad Pyrmont und Frankfurt gependelt, wo sie als Projektleiterin für eine Bank arbeitete. Die Pendelei habe ihr geholfen, sich einen unverstellten Blick auf die Stadt zu erhalten. Und hier liege einiges im Argen, etwa der zunehmende Ladenleerstand. Interesse hat sie an anderen Wohnformen für Ältere – etwa ein Mehrgenerationenhaus. Und das Angebot für Kinder und Jugendliche in Bad Pyrmont sei nicht so berauschen.

Michael Hülsebusch (55) ist in der Kurstadt kein Unbekannter. Er leitet das Haus Pyrmont der Diakonie Himmelsthür mit Wohngemeinschaften für Menschen mit geistiger Behinderung. „Die Stadt leidet unter Stillstand“, lautet sein Befund. Ein „Schockerlebnis“ sei es gewesen, als er vor einiger Zeit von einem Gast auf das Stadtbild angesprochen worden sei. „Der hat mir gesagt, dass er zum ersten und zum letzten Mal hier war.“

Vervollständigt wird die Liste mit Kodor Issa (25), Jens Lohmann (44), Andreas Mund (47) und Rainer Schulz (62).



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